Fernando Alonso rettete die Ferrari-Ehre bei seinem Heimrennen immerhin mit dem fünften Platz. Der Spanier hatte einen perfekten Start auf dem Circuit de Catalunya hingelegt und die Spitze erobert, doch die harten Pirelli-Reifen brachen ihm schließlich das Genick. Noch etwas anderes stieß Ferrari-Teamchef äußerst unangenehm auf. "Es tut weh, überrundet zu werden", gab der Italiener frustriert zu Protokoll.

Dies sei sogar noch schlimmer, wenn man gesehen habe, welch tollen Kampf Alonso der Konkurrenz in den ersten 20 Runden geliefert habe, meinte Domenicali. Dann kamen die neuen, harten Reifen ins Spiel und der erste Ferrari-Sieg in dieser Saison rückte in weite Ferne. "Wir müssen Fernando und Felipe nun ein Auto hinstellen, mit dem sie bis zum Ende des Rennens mitfahren können - nicht nur in den ersten Runden", forderte Domenicali.

Die Crux des 150° Italia ist die aerodynamische Downforce, das ist den Ingenieuren in Maranello bewusst. "Was sollen wir jetzt machen", fragte Domenicali, und gab die Antwort selbst: "Wir müssen das Auto weiter verbessern und den fehlenden Abtrieb finden." Ein kleiner Lichtblick für die nahe Zukunft: In den kommenden drei Rennen bringt Pirelli die weichen und superweichen Mischungen an den Start.

Pat Fry gab an, schon zu Beginn des Wochenendes gewusst zu haben, dass der Spanien GP keine leichte Aufgabe für Ferrari sein würde. "Wir hatten hier einfach nicht genügend Downforce, aber wir hätten nicht gedacht, dass wir von den Top-Teams so weit entfernt sind", meinte Fry. Zwar habe Ferrari bereits einen Schritt nach vorn gemacht, doch dieser hätte nicht gereicht, um die obersten Plätze zu attackieren.