Barcelona-Vorjahressieger Mark Webber hatte mit einer starken Pole Position am Samstag beste Voraussetzungen für einen neuerlichen Triumph vor den Toren der katalanischen Metropole geschaffen. Am Sonntag war das Rennen um den Sieg für den Red-Bull-Pilot jedoch schon nach der ersten Kurve gelaufen. Webber verlor die Führung am ende der Start-Ziel-Geraden an einen phänomenal gestarteten Fernando Alonso. Auch Sebastian Vettel schlüpfte durch und Webber fiel auf Position drei zurück.

Die Strategie von Red Bull war demnach in der Folge vornehmlich auf den besser platzierten Vettel ausgerichtet. Bereits beim ersten Stopp büßte Webber viel Zeit auf die Spitze ein und fiel in der Folge immer weiter zurück. Nach dem Rennen erklärte der Australier: "Heute war alles eine Frage der Strategie. Sebastian kam nach vorne und konnte sich absetzen. Danach war es ein reines Schachspiel mit den Boxenstopps - es war wenig Rennsport auf der Strecke.

Alonsos Start war unglaublich

Zu Beginn habe es eigentlich noch gar nicht so schlecht ausgesehen. "Der Start war nicht zu schlecht. Aber Fernando war unglaublich, wie viel Windschatten der plötzlich hatte. Plötzlich hatte ich sie dann auf beiden Seiten. Vielleicht hätte ich Fernando besser blocken können, aber es war nicht genug Abstand", so Webber. Auch später im Rennen habe er dann hinter Fernando Alonso viel Zeit verloren. Am Ende lautete das Faizit aber trotzdem: "Heute hat jeder das Ergebnis bekommen, was er verdient hat."

Nicht ganz zufrieden war Webber mit den Pirelli-Reifen und dem starken Verschleiß in Barcelona. "Ich werde versuchen mir für zu Hause ein paar Pirellis zu kaufen, ganz bestimmt", ließ der Australier mit einer gehörigen Portion Ironie ausrichten. Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko nahm seinen Piloten in Schutz. "Bei Mark resultierte alles bereits aus dem Start. Danach hatte er Pech und hing viele Runden hinter Alonso fest", so der Österreicher, der erklärte: "Wir merkten, dass Ferrari scheinbar eine Art Spionage hat. Bei Marks erstem Stopp haben wir ihm spät gesagt, dass er reinkommen soll. Bei Ferrari kam aber Alonso auch sofort rein - sie konnten sehr schnell reagieren. Für den zweiten und dritten Stopp haben wir das geändert."