Es war eine langanhaltende Debatte: Darf der verstellbare Heckflügel beim Monaco GP benutzt werden, oder nicht? Zunächst deutete alles darauf hin, dass DRS in den engen Gassen des Stadtkurses keinen Sinn machen würde. Während des Rennens in der Türkei teilte Charlie Whiting den Teams dann mit, dass der Flügel in Monte Carlo doch herunter geklappt werden dürfe.
Die Meinungen im Fahrerlager sind geteilt - Nick Heidfeld hat sich klar gegen die Benutzung ausgesprochen. "Ich finde es nicht sinnvoll, weil es das Überholen dort nicht erleichtert", erklärte der 33-Jährige. "Wir brauchen das System in Monaco nicht." Die längste Vollgas-Passage, der Tunnel, wird mit hoher Sicherheit nicht zur DRS-Zone deklariert. "Da kann man mit Vollgas und DRS einfach nicht durchfahren", so Heidfeld.
Vielmehr soll den Fahrern auf der Start-Ziel-Geraden die Möglichkeit eingeräumt werden, den Flügel einzusetzen. Keine gute Idee, wenn man Heidfeld lauscht. "Die Zielgerade ist zu kurz und neben das andere Auto kann man eh nicht fahren", meinte er. Eng werde es auch danach, wenn die erste Kurve folgt.
Überhaupt scheint Heidfeld vom DRS nicht allzu begeistert. "Ich mag es nicht, wenn Dinge künstlich eingeführt werden", so der Lotus Renault GP-Pilot. Gleichzeitig musste er eingestehen, dass die Systeme ihren Zweck erfüllen. "Die Rennen sind spannender, es gibt mehr Überholmanöver", stellte Heidfeld fest. Dafür hätte der verstellbare Flügel ein Element aus der F1 entfernt.
Früher sei es noch etwas Besonderes gewesen, wenn man auf der letzten Rille überholt hat, erzählte der F1-Veteran. "Aber es gibt ja immer etwas zu meckern", schmunzelte der abschließend.



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