In Abwesenheit von Sebastian Vettel hat sich Jenson Button die Bestzeit beim 2. Freien Training zum Türkei GP gesichert. Bei der ersten Session hatte McLaren noch auf Runden im Istanbul Park verzichtet, weil die Briten bei den widrigen Wetterverhältnissen nichts riskieren wollten und aus den Ergebnissen laut Teamchef Martin Whitmarsh keinen richtigen Nutzen hätten ziehen können.

Button war nach den beiden Trainings zufrieden mit dem MP4-26 - wenn auch nicht vollends. "Das Auto hat heute gut gearbeitet", meinte der ehemalige Weltmeister. "Aber es gibt immer Dinge, die man verbessern kann. Wir haben allerdings einen Schritt nach vorn gemacht." Etwas fuchste Button allerdings: Er verriet, dass McLaren nicht in der Lage war, geplante Updates für den Türkei GP rechtzeitig fertig zu stellen. "Das ist ein bisschen enttäuschend, aber wir haben ein paar Upgrades", so Button. Er sei ein wenig besorgt aufgrund der Annahme, dass die Konkurrenz mit größeren Änderungen im Istanbul Park aufwartet.

Wie beim Motocross

Doch laut Button kommt es beim vierten Rennen der Saison vor allem auf die passende Balance an. Grund dafür sei die Kurve zwölf, die mit starken Unebenheiten gespickt ist. "Wow, ist das holprig! Das fühlt sich an wie beim Motocross", scherzte Button. Auch die berüchtigte Kurve acht würde für Nervenkitzel sorgen. "Da kann man sich schnell die Reifen am Auto kaputt machen", erklärte Button. "Deshalb muss die Balance stimmen."

Deshalb fokussierte sich McLaren beim 2. Training vorwiegend auf die anspruchsvollen Kurven. "Es geht darum, die richtige Balance zu finden, und darauf haben wir uns heute konzentriert", so der Brite. Das Auto fühle sich indes gut an. "Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt noch Arbeit", fasste Button seine ersten Eindrücke zusammen.