Bernie Ecclestone hat sich wieder einmal zu den anhaltenden Gerüchten über eine potentielle Übernahme der Formel 1 von Rupert Murdoch und Carlos Slim geäußert - und diese abermals als Spekulationen abgetan. "Das ist medial gesteuert", vermutete der 80-Jährige gegenüber Reuters. "Es sieht sehr danach aus, als ob jemand versucht, damit Geld zu verdienen." Damit deutete Ecclestone auf Berater, die aus den Spekulationen über den Machtwechsel in der F1 Profit schlagen könnten.

"All die Leute, die sich mit diesen Dingen beschäftigen, suchen ein Opfer und sagen: 'Wir werden das für dich hinkriegen. Ich bin sicher, dass wir das schaffen'. Und dann kassieren sie ihr Honorar", poltere der F1-Zampano über vermeintlich windige Geschäfte.

Nach dem Bekanntwerden der Übernahme-Gerüchte hatten zahlreiche Beteiligte befürchtet, dass die Formel 1 unter Murdochs Fuchtel künftig nur noch im Bezahl-Fernsehen zu sehen sein könnte. Der Medien-Tycoon gilt als großer Befürworter von pay-per-view-Events im TV. Mit BSkyB in England und Sky Italia betreibt der Australier erfolgreich bereits Bezahl-Sender.

Ecclestone kann sich indes nicht vorstellen, dass die F1 aus dem frei empfangbaren Fernsehen verschwinden wird und stellte noch einmal klar, was er von den Gerüchten hält. "Falls - und ich denke, dass die Chancen gleich Null sind - Murdoch kaufen sollte, dann müsste er, so wie jetzt, auch im Free-TV ausstrahlen", so Ecclestone.