Williams, das immer noch mit dem Ziel startet, irgendwann wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können, musste auch in Shanghai einen Rückschlag in der Qualifikation verkraften. Denn als der Lotus-Renault-Pilot Vitaly Petrov mitten auf der Strecke sein Auto abstellte und damit einen Abbruch verursachte, waren sowohl Rubens Barrichello, als auch Pastor Maldonado auf einer schnellen Runde unterwegs. "Ich bin wegen der roten Flagge etwas enttäuscht, weil die Runde auf der ich war, zu diesem Zeitpunkt, gut aussah", zeigte sich Maldonado betrübt.

Zwar hatte es für ihn diesmal zum Sprung ins zweite Segment gereicht, doch mit den Plätzen 15 und 17 kann Williams nicht zufrieden sein. "Ich war mit Q1 glücklich, aber dann hatten wir Rush Hour! Beim Re-Start hat Sutil dann versucht, mich in die erste Kurve hinein zu überholen", schilderte Barrichello, der dadurch nicht nur seine, sondern auch Sutils Runde zerstört sah.

Reifen schonen

Nach den schlechten Zwischenzeiten entschied das Williams-Team, dass es keinen Sinn machen würde die Runden zu beenden, weshalb Barrichello und Maldonado gleich in die Box abbogen. Ziel dabei war es, die weichen Reifen für das Rennen zu schonen. Doch auch diese Aussicht konnte Maldonado nicht trösten. "Wir hätten heute um einen Platz in den Top-Ten mitkämpfen können", klagte der Venezolaner.

Aufregende Tage

Nichtsdestotrotz sehen sowohl die Fahrer, als auch das Team einen Schritt nach vorne, der Früchte tragen könnte. "Wir haben seit Malaysia Fortschritte gemacht, deshalb hoffe ich auf Punkte", verriet Barrichello, der abwechslungsreiche Tage in Shanghai erlebte. "Ich hatte ein Wochenende der Experimente. Wir haben im Training eine neue Auspuffversion ausprobiert", schilderte der Brasilianer. Die Qualifikation fuhr Williams allerdings mit der ursprünglichen Version, da sie das System "jetzt noch nicht völlig verstanden" hätten, wie der 38-Jährige nachher berichtete.