Wenn Martin Whitmarsh von seinem Team erzählt, dann erzählt er auch immer sofort von seinen "Two Great Racing Drivers" Lewis Hamilton und Jenson Button. Er betont das so oft, als müsste er damit irgendeine vertragliche Verpflichtung erfüllen. Doch auch Whitmarsh weiß, die besten Fahrer bringen nichts, wenn das Auto nicht schnell genug ist. Nun ist der McLaren zwar nicht schlecht, aber der Red Bull besser und das hat den McLaren-Teamchef dazu veranlasst, einen großen Fortschritt vom Update für die Türkei zu fordern.
"Wir sind einfach nicht so schnell. Wir müssen mehr Pace im Auto finden. Das Team arbeitet hart daran. Wir brauchen in der Türkei einen großen Schritt, das wollen wir, das ist das Ziel. Wir haben zwei Jungs, die gut starten und gut racen, wir waren bei der Rennpace traditionell nahe an Red Bull dran. Wir sind in guter Verfassung, um einen Angriff zu starten", betonte Whitmarsh. Optimismus erhielt er dabei durch die Wandlung des McLaren von Melbourne bis Sepang. Dadurch glaubte er, dass auch in der Türkei ein Leistungssprung drin sein müsste. "Wir können gut improvisieren, wir haben das in den ersten Rennen genutzt, um alles rauszukitzeln. Aber wir brauchen einen großen Sprung und nach dem suchen wir."
Fahrer bringen Leistung
Whitmarsh kündigte eine Reihe von Neuteilen für Istanbul an und wenn die alle wie geplant funktionieren sollten, sah er keinen Grund, warum man Red Bull nicht ins Schwitzen bringen sollte. "Das Tolle ist, wir haben zwei Fahrer, die dann auch die Leistung bringen, wenn das Equipment stimmt." Gleichzeitig verlangte er, dass keine Fehler vom Team gemacht werden. Das könne zwar immer passieren, aber es dürfe nicht passieren. "Wir wollen Rennen gewinnen und um die Weltmeisterschaft mitfahren. Es ist noch früh. Wir wissen, der Start war nicht so gut wie der von Sebastian und Red Bull, aber es ist noch ein weiter Weg und das Team ist entschlossen."
Dem stimmte auch Hamilton zu, der ganz entschlossen von sich gab: "Wir werden es schaffen. Sie [Red Bull] haben den Vorteil prinzipiell nur im Qualifying. Im Rennen sind sie nur ein wenig schneller. Wir sind ganz gut unterwegs, morgen werden wir ihnen Dampf machen." Whitmarsh warnte aber davor, nur nach vorne zu schauen. "Wir dürfen nicht nachlässig werden. Mercedes, Ferrari und Renault sind Teams, die auch angreifen können. Wenn wir stillstehen, werden wir nicht nur Red Bull nicht einholen, sondern überholt werden."

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