Über das gesamte Wochenende hinweg hatte Red Bull ein großes Geheimnis um sein KER-System gemacht. Warum benutzte es das Weltmeister-Team nicht während des Qualifyings, was hatte es mit den Gerüchten um ein vermeintliches Start-KERS auf sich und war das Hybrid-System überhaupt an Bord des RB7? "Wir hatten das KERS am Wochenende nicht im Auto", verriet Teamchef Christian Horner der BBC.
"Wir wollten es Niemandem sagen, aber wenn man sich den Start anschaut… dann sieht es aus, als ob wir es gar nicht gebraucht hätten", so Horner weiter. Pole-Setter Sebastian Vettel hatte sich beim Start mühelos von Verfolger Lewis Hamilton distanziert und einen souveränen Start-Ziel-Sieg in Melbourne eingefahren.
Horner gab zu, dass das entwickelte KER-System dem Team noch Probleme bereiten würde. Man sei etwas nervös gewesen, vor dem Rennen darüber zu sprechen. "Wir benutzten es am Freitag und wir waren mit der Zuverlässigkeit unglücklich. Wir hatten das Gefühl, dass es ein potentielles Risiko darstellen könnte, deshalb haben wir es aus beiden Autos entfernt und am Wochenende nicht benutzt", erklärte Horner die voran gegangene Geheimniskrämerei um das Hybrid-System.
Zwar sei KERS eine durchaus interessante Technologie und ein komplexes System. Doch Horner erzählte, dass Star-Designer Adrian Newey nicht einsah, den RB7 um das System herum zu entwickeln. "KERS hätte sich in Adrians Aero-Outfit eingliedern müssen, und das wäre eine größere Herausforderung gewesen", so Horner, der verständlicherweise von Vettels Performance begeistert war.
"Für Mark [Webber] war es schade, dafür aber ein großartiges Resultat des Teams. Es ist ungewöhnlich, dass es zwischen den beiden eine so große Lücke gab", wunderte sich Horner. Man müsste das Auto des Australiers nun genauestens unter die Lupe nehmen. Am Samstag habe man nichts feststellen können, doch bis zum Malaysia-GP solle die Sache geregelt sein.



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