"Das war sicher kein optimaler Start in die Saison und ich kann nicht leugnen, dass ich enttäuscht bin", erklärte Michael Schumacher nach Startplatz 11 in Australien. Bei Mercedes GP lief es bereits am Samstagvormittag nicht rund. "Heute Morgen haben ein paar Dinge am Auto nicht funktioniert, aber das Team hat eine fantastische Arbeit geleistet, wodurch die meisten Systeme im Qualifying funktionierten. Wir müssen jetzt herausfinden, was passiert ist", verriet Nico Rosberg.
Auch Teamchef Ross Brawn konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. "Wir haben erwartet, deutlich konkurrenzfähiger zu sein, aber das Auto hat nicht wie erhofft gearbeitet. Das Fundament ist da, aber wir mussten dieses Wochenende mit zu vielen Herausforderungen kämpfen, um das Maximum aus dem Auto herausholen zu können", sagte Brawn. Während Schumacher den Einzug ins Q3 um 0,089 Sekunden verpasste, musste sich Rosberg als Achter zumindest keine Sorgen machen.
Im entscheidenden Qualifying-Segment machte der Mercedes GP-Pilot allerdings einen Fehler. "Ich habe in Q3 einen kleinen Fehler gemacht, das hat mich einen Platz gekostet. Zumindest starten wir morgen auf der sauberen Seite, das ist positiv. Ich werde mein Bestes geben, um gute Punkte zu holen", betonte Rosberg. Laut Brawn kann Mercedes GP für das Rennen durchaus hoffen. "Wir sind in einer guten Form für das Rennen, was die Haltbarkeit der Reifen angeht. Das Auto sah auf den Longruns sehr gut aus. Mal sehen, was passiert", so Brawn.
Ans Rennen wollte Schumacher hingegen nicht denken, zu enttäuscht war er von der Performance des Autos. "Es geht nicht um KERS allein oder dass ich den Einzug ins Q3 nicht geschafft habe, sondern dass die Performance des Autos nicht wie erwartet war. Bei den Testfahrten waren wir vom Speed her in der Nähe von Ferrari. Wir müssen jetzt verstehen, warum es sich derartig entwickelt hat. Im Moment sind wir nicht da, wo wir sein wollen", sagte der Deutsche.
Zudem drohen beiden Mercedes GP-Piloten noch weiteres Übel. Schumacher und Rosberg wurden nach dem Qualifying wegen Behinderung eines anderen Piloten zu den Stewards zitiert. Schumacher soll angeblich Nick Heidfeld behindert haben, Rosberg Sergio Perez. Ob es eine Strafe geben wird, steht aktuell noch nicht fest. Allerdings wird es wohl nur eine Verwarnung geben.



diese Formel 1 Nachricht