Jarno Trulli hat genug. Genug von Ausfällen, genug von mehreren Sekunden Rückstand und genug von einer so schwierigen Saison wie der vergangenen. "Ich möchte wieder kämpfen", sagt der Italiener. Das Leidenjahr mit Lotus ist vorbei. 2011 möchten er und das Team anfangen, ein echtes Mittelfeldteam zu sein, Punkte zu holen und mit der etablierten Konkurrenz zu kämpfen.

"Ich werde den Kampf im Mittelfeld genießen und manchmal auch bessere Platzierungen holen - vielleicht sogar eine kleine Überraschung sein", glaubt Trulli. "Ich bin sogar davon überzeugt, dass wir es schaffen können." Zu viel möchte er vor der Saison, ja sogar vor der Vorstellung der neuen Autos aber noch nicht vorhersagen, selbst angesichts der anstehenden Regeländerungen.

"Wir haben das Paket, um zumindest im Mittelfeld mitzufahren und unser Ziel ist es, bei jedem Rennen um Punkte zu fahren", kündigt er an. "Das wird schwierig, aber wir wissen, dass unser Paket das Potenzial dazu hat."

Hinzukommt eine gewisse Extramotivation durch den Namensstreit mit der Lotus Gruppe. "Das gibt den Leuten einen zusätzlichen Schub", glaubt Trulli. Der Italiener ist davon überzeugt, dass sein Rennstall den Namen Lotus mit Stolz tragen darf. Tony Fernandes habe hart dafür gearbeitet und ein Team aus dem Nichts aufgebaut, nicht nur eines gekauft - oder wie Mike Gascoyne sagt: "Team Lotus ist ein echter Konstrukteur, nicht nur ein Sponsor."

Es wäre einfacher gewesen, ein Team zu kaufen. "Aber das ist nicht das, was Colin Chapman gemacht hat", so Trulli. "Er hat sein eigenes F1-Auto entworfen und gebaut." Genauso sei es bei Team Lotus. "Das unterscheidet uns von dem anderen Lotus Team. Ich bin mir sicher, dass Colin Chapman stolz darauf wäre, was wir tun."