Nach dem Titelverlust aufgrund eines Strategiefehlers musste Ferrari, aber auch Präsident Luca di Montezemolo von allen Seiten Kritik einstecken. In einem offenen Brief bedankte sich Montezemolo bei den Fans für deren Unterstützung und lobte die harte Arbeit des Teams, die es erst ermöglichte bis zum letzten Rennen um den Titel zu kämpfen.
"Auch einige Tage nach der großen Enttäuschung, die wir beim letzten Rennen erlebt haben, schmerzt der Titelverlust noch immer. Deshalb will ich zu Euch sprechen", schrieb der Italiener auf der Ferrari-Webseite. "Ich fühle genauso wie ihr und das Team, dass wir unserem Ziel, das wir über die Saison hinweg verfolgt haben - auch als man uns abgeschrieben hat – nach dem Qualifying am Samstag näher waren. Leider hat eine falsche Entscheidung an der Boxenmauer in einem entscheidenden Moment das Rennen beeinflusst und verhindert, dass wir den Titel erobern konnten."
Die fünf Saisonsiege von Fernando Alonso und die fantastische Arbeit des Teams hätten nicht ausgereicht, um das gesteckte Ziel zu erreichen. "Das ist das Gesetz des Sports", meinte Montezemolo. "Leider konnten wir zum Schluss nicht den Level zeigen wie über die Saison hinweg, in der wir die unbestrittenen Protagonisten eines unglaublichen Verfolgungsrennens waren. Folglich hinterlässt das Ergebnis einen noch größeren, bitteren Nachgeschmack", schrieb Montezemolo.
Der Fokus des Teams liege jetzt auf der kommenden F1-Saison. Für Ferrari kann das erste Saisonrennen nicht schnell genug kommen. "Wir alle wollen so schnell wie möglich auf die Strecke zurück, um das Spiel umzudrehen. Aber leider müssen wir bis zum Start der neuen Saison warten. Inzwischen arbeiten wir unermüdlich an unserem neuen Auto, denn wir alle haben ein gemeinsames Ziel: ein siegfähiges Auto beim Saisonauftakt zu haben", so Montezemolo.



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