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Formel 1

Unglaublich viele Erinnerungen - Emotionen bei Senna-Filmpremiere

Bei der Vor-Premiere zur Dokumentation über Ayrton Senna zeigten sich seine Verwandten sehr gerührt von dem Film.
von Karin Sturm
Die Dokumentation über Ayrton Senna bewegte - Foto: Karin Sturm

Viel Prominenz, viele Emotionen und auch viele Tränen: Die Vor-Premiere des neuen Dokumentarfilm über Ayrton Senna, der im Sommer 2011 auch in die deutschen Kinos kommen soll, bewegte im Kino eines großen Shopping Centers in Sao Paulo alle der etwa 300 Gäste, darunter auch der Bürgermeister von Sao Paulo, Gilberto Kassab und Brasiliens größten Showstar Xuxa, 1988 und 89 ja die Freundin von Senna...

Zusammengestellt einzig und allein aus Originalmaterial, davon viele bisher unbekannte Szenen, zum Teil auch aus dem Privatarchiv der Familie, beleuchtet der Film den Weg Sennas an die Spitze der Formel 1, seinen ewigen Kampf gegen die Autoritäten und für Gerechtigkeit, seine Bedeutung für sein Land, das ihn heute noch als den größten seiner Helden verehrt. Das ganz Besondere dabei: Regisseur Asif Kapadia, Autor Manish Pandey und Produzent James Gay-Reece gelang es, mit Originalausschnitten aus unzähligen Stunden von Senna-Interviews, den dreimaligen Weltmeister, der am 1. Mai 1994 in Imola tödlich verunglückte, seine eigene Geschichte erzählen zu lassen.

Natürlich mit dabei bei der Premiere: Sennas Schwester Viviane, die den Film auch autorisierte, mit ihren Kindern Bruno, inzwischen ja selbst Formel-1-Fahrer, Bianca und Paulinha. Sie alle bedankten sich gerührt bei den Machern: "Der Film wird auch Menschen, die Ayrton nie kannten, zeigen, wer er wirklich war. Und für uns bringt er natürlich unglaublich viele Erinnerungen zurück."

Sennas Eltern fehlten

Nur Sennas Eltern, Dona Neyde und Senhor Milton, fehlten bei der Premiere: "Es wäre eine zu große emotionale Belastung für sie", meinte Fabio Machado, Sennas Cousin, der auch als sein Manager gearbeitet hatte und heute noch im Senna-Imperium arbeitet. "Vielleicht schauen sie ihn sich später einmal ganz privat zu Hause an."

Sebastian Vettel wäre übrigens bei dem Event auch sehr gern dabei gewesen, "aber wir hatten an dem Abend unser alljährliches traditionelles Teamdinner, da durfte ich nicht fehlen, das ging einfach nicht." Es war ihm aber sehr wichtig, Viviane Senna, die ihn eingeladen hatte, persönlich ausrichten zu lassen, wie leid es ihm täte, dass es nicht geklappt hat...