Ach wie sich manche Dinge doch von Rennwochenende zu Rennwochenende gleichen, manche Teams würden sich wohl wünschen, bei der guten Form ihres Autos wäre es genauso. Nehmen wir beispielsweise Adrian Sutil. Seit Singapur erzählt er immer wieder das Gleiche, wenn er nach seiner Zukunft gefragt wird, dank des üblichen Redens um den heißen Brei, wie in der Formel 1 allzu oft normal, ist das allerdings nie besonders konkret. Dabei ist die Situation eigentlich einfach. Von Force India hat er wohl ein festes Angebot am Tisch, ansonsten dürfte er wohl noch mit Renault und Williams in Kontakt stehen.
Einzige Inkonstante in Sutils Erzählungen ist der Termin für eine Bekanntgabe, denn der von ihm genannte Zeitpunkt vor dem Japan Grand Prix ist mittlerweile verstrichen. Das hindert ihn allerdings nicht daran, weiter in den gleichen Duktus zu verfallen, wenn es um die Zukunft geht. "Ich bin näher an einer Entscheidung dran und sie wird bald fallen, sehr bald. Seit einem Monat habe ich das jetzt gesagt, aber sobald man in der Situation ist, in der ich bin, will man immer zwei Mal nachdenken. Es sollte aber nicht zu lange dauern, denn ich will planen und ich will wissen, wohin ich gehe. Es sieht gut aus. Die Entscheidung liegt so ziemlich in meinen Händen. Natürlich, wenn sie in meinen Händen wäre, könnte ich auch sagen, was ich tun will, aber ich will nur sicherstellen, dass ich das Richtige mache. Daher brauch ich etwas Bedenkzeit", sagte Sutil laut Autosport.
Egal, was andere denken
Wie sehr die Entscheidung wirklich in seine Händen liegt, darüber ist sich das Fahrerlager allerdings nicht so einig. So glauben die Meisten, dass er bei Force India wohl wirklich selbst entscheiden kann, bei seinen anderen Optionen aber wohl weniger. Sollte es aber wieder Force India werden, dann macht sich Sutil keine Sorgen, dass er damit als Ein-Team-Fahrer angesehen wird, der nie wechseln wird. "Mir ist egal, was andere denken, denn solange das Team erfolgreich ist und man im Team glücklich ist, gibt es kein Problem. Aber man muss sich natürlich immer in jeder Saison beweisen", meinte er.
Er sah es sogar als Vorteil, wenn man viele Jahre bei einem Team bleibt, da so alles viel besser eingespielt ist. "Man muss nicht viel Zeit damit verbringen, Abläufe zu lernen, wodurch man die ersten Rennen verschlafen könnte, weil man Probleme aussortieren muss. Wir haben hier das Problem nicht und können uns schnell nach vorne orientieren", erklärte er. Andererseits gab er zu, dass irgendwann der Drang kommen könnte, woanders hinzugehen und eine neue Herausforderung zu suchen, wenn man lange in einem Team war. "Noch geht es mir hier aber gut. Ich genieße es hier. Die ersten Jahre waren wegen der vielen Änderungen im Team und bei den Teambesitzern eigenartig, aber jetzt bin ich in der dritten Saison mit dem echten Force India und das ist nicht so lange. Seit zwei Jahren ist es ein starkes Team und deswegen geht es mir hier gut und ich habe noch Spaß."

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