Obwohl Sebastian Vettel und Mark Webber die einzigen Titelanwärter sind, die noch keinen Titel einfahren konnten, sieht Christian Horner seine Piloten nicht im Nachteil. Für den Red Bull-Teamchef gibt es keinen Grund, warum Vettel oder Webber in den letzten Rennen die Nerven wegschmeißen sollten. "Beide Fahrer haben schon unter Druck ihr Können bewiesen. Beide kommen mit der aktuellen Situation klar", erklärte der Brite.

Für alle sei es eine neue Situation, dass fünf Piloten drei Rennen vor Saisonende noch um den Titel kämpfen, somit seien frühere Titelerfahrungen von Hamilton, Webber und Alonso irrelevant. "Ich glaube nicht, dass von den Anderen schon jemand in dieser Situation gewesen ist. Jetzt geht es darum, jedes Rennen für sich zu sehen und das Beste herauszuholen", betonte Horner. Obwohl Vettel in mehreren Rennen besseren Speed zeigte als Teamkollege Webber, sieht Horner in der Performance der Beiden nur kleine Unterschiede.

Keine Gedanken an Konstrukteurstitel

"In Japan trennten sie im Qualifying sieben Hundertstel, aber im Rennen waren sie gleich schnell. Ich gehe davon aus, dass es ein enger Kampf zwischen ihnen wird. Im Vorjahr gewann Mark in Brasilien und Sebastian in Abu Dhabi, deshalb erwarte ich von Beiden den gleichen Speed", sagte Horner. Wer am Ende das Rennen macht und Weltmeister wird, konnte der Brite nicht beantworten. "Ich habe keine Kristallkugel", so Horner.

"Es ist unmöglich vorherzusagen, was passieren wird. Sicher ist, dass wir beide Fahrer unterstützen werden so lange beide mathematische Chancen auf den Titel haben." Den Konstrukteurstitel könnte Red Bull bereits dieses Wochenende in Korea fix machen. "Das wäre großartig für das Team, aber noch sind 43 Punkte an jedem Wochenende zu holen und die Dinge können sich schnell ändern. Wir konzentrieren uns darauf, das beste Resultat zu holen. Die WM entscheidet sich dann von allein."