Fünf Fahrer sind rechnerisch noch im WM-Kampf. Für Robert Kubica haben WM-Leader Mark Webber und Fernando Alonso die besten Karten, doch Sebastian Vettel ist punktgleich mit dem Spanier und auch die McLaren-Fahrer haben den Titel noch nicht abgeschrieben.
"Es ging für uns alle auf und ab, jeder hatte gute und schlechte Rennen", erinnert Jenson Button. "Die WM ist sehr spannend. Es ist gut, noch im Titelkampf dabei zu sein. Klar, ich liege zurück, aber es gibt immer eine Chance." Gerne ziehen die Silbernen den Vergleich zu Kimi Räikkönen, der 2007 zwei Rennen vor Saisonende nach dem alten Punktesystem 17 Punkte Rückstand hatte und noch Weltmeister wurde.
Jedes Rennen kritisch
Sebastian Vettel glaubt jedoch nicht, dass sich die Geschichte wiederholen wird. "Was 2007 passiert ist, hatte einen Grund", so Vettel. "Kimi hat sein Maximum gegeben, die Rennen gewonnen, aber die anderen durften auch nicht vorne landen. Man kann es nicht vergleichen. Dieses Jahr wird es anders."
Button ist dennoch zuversichtlich. "Bei den letzten Rennen waren Ferrari und Red Bull etwas vor uns, aber die nächsten dürften enger ausfallen", glaubt der noch amtierende Champion. "Jedes Rennen scheint kritisch zu sein. Es ist für uns viel schwieriger, die WM noch zu gewinnen. Aber wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass alles möglich ist. Wir hatten alle schon Defekte in diesem Jahr, es ist noch möglich."
Alonsos Motorenengpass
Auch Lewis Hamilton hofft, dass McLaren durch die neuen Teile, die in Japan nicht zum Einsatz kamen, näher an Red Bull und Ferrari dran ist. "Vielleicht haben wir auch etwas mehr Glück", sagt der Weltmeister von 2008. "Alles ist möglich", so Hamilton. "Der Rückstand auf Red Bull ist nicht so groß, wir haben sie vielleicht nur einmal im Qualifying geschlagen, aber wir können den Rückstand verringern."
Mark Webber hat die passende Antwort: "Wir haben seit Jahresbeginn einen flexiblen Frontflügel und eine Fahrhöhenverstellung. Das funktioniert gut", scherzt er. Fernando Alonso muss hingegen mit seinen Motoren haushalten.
"Unsere Motorensituation ist schwieriger, kein Zweifel, aber wir haben das Jahr anders geplant und bislang hatten wir alles unter Kontrolle. Ich mache mir keine Sorgen", sagt der Spanier. "Ich fahre meine beste Saison bislang", ist Alonso überzeugt. "Selbst wenn ich nicht Weltmeister werde, werde ich glücklich sein und tolle Erinnerungen an 2010 haben."



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