Am kommenden Wochenende kommt die Formel 1 nach Korea, die größten koreanischen Autohersteller, Hyundai und dessen Tochterfirma Kia, scheint das allerdings wenig zu interessieren. Zwar versuchen beide Marken, sich am Weltmarkt mehr in Richtung des Premiumsegments zu orientieren, die Formel 1 wird dafür aber wohl nicht als der passende Weg gesehen. Es gab sogar Spekulationen, Hyundai könnte sich für einen Einstieg als Hersteller in die Formel 1 interessieren, aber die waren wohl mehr Wunsch denn Wirklichkeit.
"Der Grand Prix könnte ein Tor sein, um eine Premium-Automarke zu werden, aber Hyundai ist einfach nicht an der Formel 1 interessiert", meinte ein namentlich nicht genannter Offizieller aus der Formel-1-Industrie gegenüber Reuters. "Das verlangt langzeitige Investitionen über viele Jahre und es ist zweifelhaft, dass Hyundai diese Geduld hat." Geld nimmt der Autobauer aber anscheinend doch in die Hand, um sein Image zu steigern, so war er Sponsor von Großveranstaltungen wie der Fußball-WM und den Olympischen Spielen.
Der stellvertretende Vorsitzende von Hyundai Motor, Chung Eui-sun, meinte auf der Pariser Motorshow im September zudem: "Die höchste Priorität ist, das Markenimage in Europa zu steigern." Aktuell haben die Marken Hyundai und Kia in Europa lediglich einen Marktanteil von 4,5 Prozent und die eigenen Schwächen macht der Konzern in der fehlenden Marken-Erkennung aus. Dennoch scheint das Scheitern von Honda und Toyota in der Formel 1 dazu beigetragen zu haben, eine gewisse Vorsicht walten zu lassen, wenn es darum geht, viel Geld in den Motorsport zu stecken. Einziger koreanischer Sponsor in der Formel 1 ist aktuell LG und der kommende Grand Prix scheint daran wohl nicht viel zu ändern.

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