Das Qualifying war für Adrian Sutil am Sonntagmorgen in Suzuka nicht ideal gelaufen, doch trotz des 15. Startplatzes schien der Force-India-Pilot Richtung Punkteränge fahren zu können, bis ihn acht Runden vor Ende ein Ölleck stoppte. "Es war heute echt schade. Im Qualifying hatten wir Probleme mit den weicheren Reifen und waren nicht so gut wie erhofft, aber ich erwischte einen tollen Start und war bereits am Ende der ersten Runde in den Top Ten. Wir kamen recht früh herein, also konnte ich pushen, als alle Anderen reinkamen, womit ich gute Chancen auf die Punkte hatte", berichtete Sutil. Als er in Runde 45 dann in die 130R kam, begannen aber plötzlich die Reifen zu rutschen und Rauch stieg am Heck des Autos auf. "Ich fühlte, wie das Auto wegbrach und das war es: ich musste an die Box. Wir wussten erst nicht, was nicht stimmte, aber als ich stoppte, sahen wir das Öl aus dem Auto kommen", sagte der Deutsche.

Nicht besonders weit kam Tonio Liuzzi, der bereits in der ersten Kurve von Felipe Massa abgeschossen wurde, nachdem der Brasilianer ins Gras gekommen war und die Kontrolle über sein Auto verloren hatte. "Ich war da einfach nur Passagier", meinte Liuzzi. "Ich hatte einen tollen Start und kam vor der ersten Kurve an fünf oder sechs Autos vorbei und dachte, ich wäre recht sicher. Als ich dann aber in Kurve eins ging, sah ich Felipe innen kommen - ich weiß nicht, ob an seinem Auto etwas kaputt war, aber er schien wie eine Kugel in mich rein zu schießen. Ich denke, er hatte zu der Zeit sein Auto nicht unter Kontrolle, aber es ist schade, denn es war wieder ein Zwischenfall in Kurve eins und dann ein Ausfall für mich."

Für Force India bedeutete das Ergebnis, dass man erstmals in dieser Saison einen Doppelausfall verzeichnen musste und den stellvertretenden Teamchef Robert Fernley freute das natürlich wenig. "Die Qualifying-Leistung war nicht wie erhofft und der Doppelausfall ist ein schwerer Schlag, vor allem weil wir um eine WM-Position kämpfen. Wir müssen uns das [Ölleck] ansehen, wenn wir nächste Woche wieder im Werk sind, damit wir die nächsten Gelegenheiten dann nutzen können. Wir werden in Korea sicher stärker sein und dann im Wettlauf in der Konstrukteurs-WM wieder Tritt fassen."