Um das zweite Cockpit bei Force India rankten sich in den vergangenen Wochen viele Geschichten. Während es so aussieht, als ob Adrian Sutil bleiben wird, da bei Mercedes kein Platz frei wird und Renault wohl weiter auf das russische Marketing-Zugpferd Vitaly Petrov setzen dürfte, bleibt die Frage, was mit Tonio Liuzzi passiert. Der Italiener wurde bereits aus dem Team geschrieben und virtuell durch Paul di Resta ersetzt, allerdings betonte Liuzzi diese Woche, er habe einen Vertrag. Zwar zog er das in Suzuka ein wenig zurück und meinte, er müsse noch mit dem Team genauer reden, aber dennoch wollte er unbesorgt sein.
Von Teamdirektor Robert Fernley gab es am Freitag ein wenig Rückendeckung für den Italiener. Danach gefragt, was Force India beim Nachwuchsfahrertest in Abu Dhabi zu tun gedenke, sagte er: "Wir haben aktuell keine Pläne für ein Nachwuchsprogramm. Wir wollen niemanden testen. Wir sind mit unseren Fahrern zufrieden." Darauf folgte die Frage, ob das auch für nächstes Jahr gelte. "Ja", antwortete Fernley kurz und knapp.
Dennoch glaubt kaum wer daran, dass Liuzzi seinen Platz wirklich behalten wird, sondern viele geben Di Resta die besten Chancen darauf. Das könnte unter anderem auch daran liegen, dass Mercedes-Sportchef Norbert Haug den Schotten, der aktuell für Mercedes in der DTM fährt, gerne in der Formel 1 sehen würde. "Paul ist ohne Zweifel ein hervorragender Fahrer. Aber es liegt nicht in unseren Händen. Natürlich führen wir Gespräche mit Force India. Wir haben eine gute Beziehung, aber letztendlich ist es nicht unsere Entscheidung. Wir können es nicht beeinflussen", sagte der Sportchef des Force-India-Antriebslieferanten.

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