Formel 1 / Kolumne

Massedämpfer: Auf Fasanenjagd - Massedämpfer

Sechs Deutsche und ein Schweizer frönen - inspiriert von einem Kinderbuch - einem neuen Hobby.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - Michael war auf das ungewöhnliche Hobby gestoßen als er seinem Sohn das Kinderbuch "Danny - the champion of the world" vorlas. Eigentlich dachte er, es würde ums Rennfahren und ums Siegen, um jeden Preis gehen - eine Täuschung wie er schnell feststellen musste. Doch anstatt das Buch wütend in die Ecke zu werfen, verschlang er Seite für Seite. In seiner Begeisterung schenkte er das Buch weiter an seinen besten Freund Nico. "Das ist das beste Geschenk, das man machen kann", meinte er.

Sofort war auch Nico von der Fasanenjagd besessen, was Michael wohlwollend zur Kenntnis nahm. "Es ist gut, dass Nico und ich die gleichen Prioritäten haben", so Michael. Doch nur über die Fasanenjagd lesen, war ihnen zu langweilig. Sie wollten sich selbst auf die Jagd begeben und dafür riefen sie alle ihre Bekannten zusammen. Zu Siebt begaben sie sich auf die Jagd. Michael hatte mit Schlafpulver präparierte Rosinen eingesteckt, weil er gelesen hatte, dass Fasane auf Rosinen stehen. Damit wollte er ohne große Mühe reiche Beute machen.

Mit Schlafpulver präparierte Rosinen

"Er soll seine Spielchen machen, ich habe damit kein Problem", meinte Hulk angesichts der Rosinen. Er versuchte es auf die altmodische Weise und erlegte damit gleich fünf Tiere. Am Ende des Tages zeigte er sich selbst überrascht von seiner reichen Beute. "Ich bin sehr zufrieden. Vor dem Wochenende hätte ich nicht gedacht, dass es so positiv aussieht", erklärte Hulk. Sein Erfolgsrezept: Er hatte sich nach hinten abgesichert und dabei allen möglichen technischen Schnickschnack verwendet. Gerade dieser technische Schnickschnack ließ Adrian mehr um sein Wohlergehen fürchten als um das der Fasane.

"Es kann immer etwas passieren. Jeder hat seine Rolle und muss aufpassen. Sobald einer etwas falsch macht, löst er eine Kettenreaktion aus", wusste Adrian. Timo versuchte ihn beruhigen, indem er ihn belehrte, dass man "genug Zeit habe, um in den Rückspiegel zu schauen. Aber das hat er nicht gemacht." Wenn er das machen würde, dann bräuchte Adrian auch keine Angst haben, war Timo überzeugt. Sebastien hatte in seiner Heimat eine völlig andere Methode gelernt, um Fasane zu jagen. Die neue Tarnmethode aus der Schweiz hieß: Vollbart.

Sebastian hat bereits einen Plan für die nächste Jagd ausgeheckt - Foto: Red Bull/GEPA

Weil keine Zeit war sich einen Vollbart wachsen zu lassen, besorgte er sich ein fast echt aussehendes Modell in einem 1-Cent-Shop. Doch anscheinend waren die Fasane schlauer als er dachte, denn nur einer ging Sebastien ins Netz. Dennoch war er mit seiner Ausbeute zufrieden: "Ich bin happy, denn ich habe das Maximum herausgeholt." Nicht viel mehr Fasane hatte Nico erbeutet. Für den Tag war er zufrieden, aber für die Zukunft wollte er mehr. "Wir müssen vorsichtig sein, dass wir uns langfristig damit nicht zufrieden geben", betonte er.

Leer ging hingegen Sebastian aus, der danach Ursachenforschung betrieb. "Eins kommt zum anderen und dann sind ruckzuck drei, vier weg. Aber es gibt schlimmeres", meinte er. Für die nächste Jagd hatte er bereits einen schlauen Plan ausgeheckt: "Vielleicht rolle ich dieses Mal wie eine Bowlingkugel durch das Feld."


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