Formel 1

Whitmarsh: Hamilton war zu knapp hinter Webber - Button erwartet sich im Rennen noch stärker

Jenson Button glaubt, dass ihm sein Setup im Rennen von Monza noch mehr bringen wird. Martin Whitmarsh wähnte Lewis Hamilton in Q3 zu knapp hinter Mark Webber.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Startplatz zwei, das erste Mal in dieser Saison in der ersten Reihe und dann noch den Teamkollegen hinter sich gelassen. Jenson Button konnte am Samstag mit dem Qualifying in Monza zufrieden sein, nachdem er sich anders als Lewis Hamilton dazu entschieden hatte, mit F-Kanal und mehr Abtrieb zu fahren. "Das Auto hat sich gut angefühlt und mir hat die Stabilität am Heck gefallen. Man weiß, dass man gut unterwegs ist, wenn man immer wieder kleine Brocken Zeit findet", sagte er.

Wir fahren mehr Abtrieb als die Meisten; das wird es in den ersten Runden kniffliger machen, aber wir sollten im Rennen konstant sein
Jenson Button

Und dabei rechnete Button damit, dass der Vorteil seines Setups erst am Sonntag so richtig zum Tragen kommt, da die Pace über den Longrun stärker sein sollte. "Wir fahren mehr Abtrieb als die Meisten; das wird es in den ersten Runden kniffliger machen, aber wir sollten im Rennen konstant sein", erklärte Button, der für Sonntag einen harten Kampf an der Spitze erwartete. Sein Ziel war dabei klar, er wollte den Sieg, denn im WM-Kampf hat er den dringend nötig. "Ein Sieg hier wäre sehr wichtig; ich habe einen WM-Pokal zuhause - und ich will, dass der da bleibt."

Stark aber diszipliniert

Von Teamchef Martin Whitmarsh gab es ein Lob für Buttons Qualifying-Leistung, auch wenn er es bedauerte, dass sein Landsmann knapp die 147. McLaren-Pole verpasst hatte. "Es war so knapp und dann ist man unvermeidlich etwas enttäuscht. Aber Jenson wird aus Reihe eins starten und daher in einer sehr guten Position sein, um einen starken aber disziplinierten Angriff auf den Sieg zu starten", meinte Whitmarsh.

Das ist immer ein Balanceakt, denn man will die Fahrer so rausschicken, dass sie Windschatten haben, sie sollen aber auch nicht zu nahe an den Autos sein, denen sie folgen, damit sie nicht zu viel Dirty Air abkriegen und in den Kurven 'verwaschen' werden
Martin Whitmarsh

Für Lewis Hamilton wird der Angriff etwas schwieriger werden, wobei der Teamchef im Gegensatz zu seinem Fahrer weniger dem Verzicht auf den F-Kanal die Schuld an Startplatz fünf gab, als der Taktik im Qualifying. "Im Nachhinein haben wir ihn wohl etwas zu knapp hinter Mark [Webber] rausgeschickt. Das ist immer ein Balanceakt, denn man will die Fahrer so rausschicken, dass sie Windschatten haben, sie sollen aber auch nicht zu nahe an den Autos sein, denen sie folgen, damit sie nicht zu viel Dirty Air abkriegen und in den Kurven 'verwaschen' werden. Ich denke, das ist Lewis in der Parabolica passiert und daher kam seine etwas enttäuschende Zeit in Sektor drei."


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