Der Hungaroring und Spa-Francorchamps sind nicht gerade Zwillingsstrecken. Der ungarische Kurs verlangt viel Abtrieb, hat winklige Kurven und ist vergleichsweise langsam. Die belgische Ardennenachterbahn besteht aus schnellen Kurven und High-Speed-Abschnitten. Lewis Hamilton rechnet trotzdem damit, dass sich an der Konkurrenzfähigkeit seines McLaren seit Ungarn nicht viel verändert hat.
"Ich erwarte, dass das Auto genauso ist wie nach dem letzten Rennen", sagt der Brite. Noch müsse man mehr Tests im Freien Training am Freitag unternehmen, um mehr Informationen zu sammeln. "Jedes Mal wenn ich aus dem Auto aussteige, sage ich, dass es sich auf dieser Strecke nie besser angefühlt habe", erinnert sich Hamilton. "Aber es ist immer noch nicht schnell genug."
Auf Downforce-Suche
Deshalb arbeiten die McLaren-Ingenieure Tag und Nacht daran, das ungenutzte Potenzial des Autos zu entfesseln. "Wir glauben, dass noch immer etwas Downforce im Auto steckt, den wir derzeit noch nicht ausnutzen", erklärt Hamilton. In den Trainings möchte das Team herausfinden, wo dieser zusätzliche Downforce steckt. "Erst wenn wir den finden, kommen wir weiter voran."
Gleichzeitig dürfe McLaren die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari nicht zu weit enteilen lassen. Schließlich verloren die Silbernen schon in Ungarn die Führung in beiden WM-Wertungen. Hoffnung macht Hamilton die Streckencharakteristik in Belgien.
"Es gibt viele schnelle Kurven, aber man braucht dennoch effizienten Downforce", erklärt er. "Wir sollten hier etwas besser sein als in Ungarn." Die einzige Gefahr ist der Regen. Denn für sinnvolle Tests benötigt McLaren eine trockene Bahn. Die ist in den Ardennen oftmals selten.



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