Jenson Button liegt mit 12 Punkten Rückstand auf Teamkollegen und WM-Leader Lewis Hamilton immer noch in einer guten Position, um seinen Titel zu verteidigen. "Ich bin mit dem Saisonverlauf einigermaßen happy. Auf der Habenseite stehen meine zwei Siege und die fünf Podestplätze. Das zählt umso mehr, weil Red Bull das schnellere Auto hat, und weil ich neu in meinem Team bin. Enttäuschend waren die Startplätze in den letzten beiden Rennen", verriet der Brite.

Auch wenn der RB6 schneller ist als der MP4-25, hat McLaren laut Button einen klaren Vorteil: Erfahrung. "Wir haben mehr Erfahrung, und wahrscheinlich ist auch das Klima im Team besser. Wir hatten auch schon schwierige Zeiten, denken Sie an das Training in Malaysia, als Lewis und ich von hinten gestartet sind. Aber wir machen immer noch das Beste daraus. Wir nutzen das Paket, das wir haben, perfekt aus. Die Rennstrategien sind gut, nicht zu riskant, aber auch nicht zu konservativ. Es ist die perfekte Mischung", erklärte der 29-Jährige.

Allerdings weiß er auch, dass man sich darauf allein nicht verlassen kann, wenn man beide Titel holen will. "Wir müssen das Auto verbessern, wenn wir den Titel holen wollen", weiß Button. Obwohl so mancher Experte seine Zweifel hatte, kommen Button und Hamilton gut miteinander aus. "Wir reden nicht um den heißen Brei herum. Wenn wir ein Problem haben, sprechen wir drüber. Aber eigentlich gab es bis jetzt keinerlei Reibungspunkte zwischen uns", verriet Button.

Zudem hätten sie beide schon den WM-Titel geholt, was das Problem bei Vettel und Webber sein könnte. "Das Problem in der Formel 1 ist, dass die Chance Weltmeister zu werden, nur ganz selten kommt. Wenn du dann noch keinen Titel hast, willst du diese Chance nicht verpassen. Da baut sich viel mehr Druck auf. Ich kann mir vorstellen, dass das bei den Red Bull-Fahrern im Hinterkopf herumspukt", meinte der McLaren-Pilot gegenüber auto, motor und sport.