Im Freien Training präsentierte sich der Wettergott ungnädig, womit sich die Befürchtungen von Norbert Haug bewahrheiten könnten. "Wenn es im Training nass ist, dann schnallen im Qualifying alle den Option drauf. Dann wird es spannend, ob der Kanada-Effekt eintritt", erklärte der Mercedes-Motorsportchef. In Kanada verursachte der weiche Reifen schon nach wenigen Runden Graining.
"Es ist nicht gesagt, dass die weichen Reifen hier unbedingt Graining haben. Hockenheim geht zwar nicht leicht mit den Reifen um, aber wir müssen einfach abwarten", erklärte Haug. Im Regen komme es vor allem auf Abtrieb an. "Wenn du mehr Abtrieb hast, dann tut das im Regen gut. Wenn man kein steifes Auto hat, dann ist es viel einfacher", weiß Haug. Beim letzten Regen-Wochenende sah Red Bull allerdings nicht so gut aus - im Gegensatz zu Mercedes GP.
Red Bull im Trockenen Favorit
"Unser Auto war im Regen gut, aber seit China bzw. Malaysia gab es so viele Änderungen, dass sich die Charakteristik der Autos wieder vollkommen verändert haben kann", meinte der Deutsche. Gleichzeitig mache es einen Unterschied, wenn man eine heiße Strecke und Nässe hat. "Hier ist es ein komplett anderes Spiel. Es kann hier totale Verschiebungen geben - es kann, es muss aber nicht", sagte Haug. Sollte es im Qualifying und im Rennen trocken sein, dann setzt Haug auf Red Bull.
"Wenn es trocken ist, dann fährt Red Bull vorne weg. In Silverstone war der Dritte acht Zehntel von Red Bull weg. Ferrari, McLaren und wir waren in Silverstone in einer Liga, aber Red Bull war weit entfernt", erklärte der Mercedes-Motorsportchef. Dennoch geht Haug optimistisch in das Heimrennen in Hockenheim. "Ich rechne am Sonntag nicht mit einem Doppelsieg, aber es hat schon oft verrückte Rennen gegeben und wir haben schon oft Ergebnisse geholt, die wir eigentlich nicht holen hätten können", so Haug.

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