Mit Platz drei konnten Nico Rosberg und Mercedes GP in Silverstone aufzeigen. Für das Heimrennen in Hockenheim hat das Team weitere Updates im Gepäck, allen voran der F-Kanal. "Das ist die wichtigste Neuerung. Dann haben wir den angeblasenen Diffusor und noch generelle Sachen zum Beispiel am Frontflügel. Wir sollten hier gut aussehen, ein Podest sollte möglich sein", erklärte Rosberg.

Ein Rennen zu gewinnen, sei zwar immer noch das Hauptziel, doch aufgrund der schlechten Basis zu Saisonstart sehr schwierig. "Wir gingen schon mit einem Rückstand in die Saison. Daraus ein siegfähiges Auto zu machen, ist immer schwierig. Wir sind auf einem guten Weg und entwicklungsmäßig haben wir als Team gute Arbeit geleistet. Es ist möglich, dass wir Stück für Stück noch weiter nach vorne kommen", verriet der Deutsche. Die Ansprüche im Team sind hoch.

"Wir wollen dieses Jahr noch mindestens ein Rennen gewinnen. Wir müssen schauen, ob wir das noch erreichen können. Es kommen noch weitere Updates, wir pushen noch voll weiter und spätestens nächstes Jahr werden wir sehr stark sein", betonte Rosberg. Generell sieht seine Saisonbilanz relativ zufriedenstellend aus. "Auf der einen Seite bin ich zufrieden wie es im Vergleich mit Michael gelaufen ist, aber es wird sicherlich die nächsten Monate weiterhin schwierig bleiben. Ich habe kein Problem mit dem Kampf, denn das ist eine interessante Aufgabe für mich", so Rosberg.

"Aber was überwiegt ist, dass wir als Team nicht da sind, wo wir sein möchten. Ich würde gern die Möglichkeit haben, Rennen zu gewinnen und dann kann man schauen, wer teamintern Erster oder Zweiter ist", fuhr er fort. Der Deutsche räumte ein, dass er sich bei seiner Verpflichtung mehr von Mercedes GP erhofft hatte. "Natürlich habe ich mir erhofft, Rennen zu gewinnen und um den Titel mitkämpfen zu können. Es war das Weltmeisterteam. Dem ist aber nicht so und klar, sind wir alle im Team enttäuscht."

Gleichzeitig sei man guter Dinge, dass man sich noch steigern kann. Bei der Beurteilung der Teamleistungen müsse man nach Rosberg berücksichtigen, dass Mercedes erst im November mit Ross Brawn zusammengekommen ist. "Wir sind als Team erst kurz zusammen und unter anderem sind wir ein kleineres Team als Ferrari oder McLaren. Sie werden allerdings am Ende des Jahres leiden, wenn sie die Zahl der Mitarbeiter stark reduzieren müssen", verriet Rosberg. Bei Mercedes GP habe man das bereits gemacht. "Deshalb werden wir nicht leiden. Diese Faktoren muss man alle mit einbeziehen und wenn man das macht, dann sehen wir nicht schlecht aus", so der Deutsche.