Lewis Hamilton hat gute Erinnerungen an Hockenheim. In der Saison 2008 gewann er das letzte Formel-1-Rennen auf der badischen Strecke. Jenson Button muss weiter zurückdenken, um ein positives Hockenheim-Erlebnis zu finden - 2004 fuhr er von Startplatz 13 auf 2 nach vorne. "Also fast wie in Silverstone", schmunzelt er.
Die größte Herausforderung beim Deutschland GP stellt sich McLaren selbst: "Wir werden am Freitag viel zu tun haben, um die Veränderungen am angeblasenen Diffusor zu testen", betont Button. Beide Fahrer werden Vergleichstests mit dem alten und neuen Unterboden fahren. Dann entscheidet das Team nach einer gründlichen Analyse, ob das neue Paket diesmal komplett zum Einsatz kommen wird.
"Seit Silverstone haben wir fleißig auf den Prüfständen und im Windkanal gearbeitet, damit wir den angeblasenen Diffusor besser verstehen", erklärt Teamchef Martin Whitmarsh. "Die letzten Rennen waren extrem erfolgreich, aber wir wissen, dass wir den MP4-25 weiter verbessern müssen, wenn wir an der Spitze mitkämpfen wollen."
Enges Feld
Hamilton ist sich der Konkurrenzsituation bewusst. "Das große Fragezeichen sind die anderen Topteams", sagt er. Sie hätten sich in den letzten zwei bis drei Rennen stark verbessert. "Obwohl sie nicht das volle Potenzial ihrer Pace ausschöpfen konnten." Der Brite ist gespannt darauf, wie sich die WM entwickelt, gerade wenn noch mehr Teams in den Kampf um Siege eingreifen werden.
Sein Teamkollege hofft derweil auf ein besseres Qualifying. "Meine letzten beiden Qualifyings in Valencia und Silverstone waren enttäuschend, deshalb möchte ich mir das Leben diesmal einfacher machen", sagt Button, der eine Aufholjagd am Sonntag vermeiden möchte.
Die Strecke sollte dem McLaren entgegen kommen. "Es gibt einige langsame Kurven, die gute Traktion verlangen", erklärt Hamilton. "Das sollte für uns besserer Boden sein. So sollten wir die Fahrzeugbalance erfolgreich abstimmen können."



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