Bei Ferrari saß die Enttäuschung nach dem Rennen in Silverstone einigermaßen tief. Die Durchfahrtsstrafe gegen Fernando Alonso war nicht gerade gelegen gekommen, Felipe Massa hatte auch kein Glück und das führte dazu, dass es am Ende nur die Plätze 14 und 15 für die Scuderia gab. "Wir haben heute nicht die Punkte geholt, die wir verdient haben. Das ist schade, denn wir haben bei einem unserer Hauptkonkurrenten gesehen, dass er kein tolles Wochenende hatte, aber viele Punkte mitnahm. Wir sind mit unserem Ergebnis nicht zufrieden", sagte Teamchef Stefano Domenicali.
Doch es gab auch Positives für Ferrari, denn das Team sah sich durchaus auf einem richtigen Weg. "Die Leistung des Autos ist wieder besser geworden, das ist das Gute, was wir vom Wochenende mitnehmen können. Der heutige Tag war aber schlecht für uns", meinte er. Die Vorzeichen für ein gutes Ergebnis seien aber da, die schwierige Situation werde bald vorbeigehen. "Wir müssen stark sein und dürfen das nicht emotional angehen. Ich weiß, es gibt Druck, wir müssen aber cool bleiben und werden das Ergebnis holen, das wir verdienen."
Die WM ist nicht vorbei
Wie Alonso wollte Domenicali auch weiter daran glauben, dass die WM noch in Reichweite ist. Denn die Leistung des Autos war gut und die Punktelücke nach vorne machte ihm keine Angst. "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir 2007 die WM gewannen, obwohl wir zwei Rennen vor Ende 17 Punkte hinten lagen. Bevor nicht alles vorbei ist, müssen wir weiter an unsere Chance glauben." Dafür gelte es aber, sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren und hart zu arbeiten, denn Domenicali wusste, dass es keine magische Lösung geben wird. "Das Potential ist da. Wenn man die Sonne durch die Wolken scheinen sieht, muss man als Pilot cool bleiben, wir müssen cool bleiben. Ich glaube, wir müssen nichts Besonderes machen, da alles vorhanden ist. Bald wird alles wieder normal sein."
Da es bei Ferrari aber momentan doch genug zu tun gibt, wollte er zum brodelnden Konflikt bei Red Bull nichts sagen. "Ich muss auf unsere Probleme schauen und unsere Punkte maximieren. Ich will die Situation bei anderen Teams nicht diskutieren, denn das ist nicht meine Rolle. Ich respektiere, was sie tun und muss darauf schauen, was wir tun müssen, damit wir unsere Situation verbessern." Dazu wird das Team auch die Starts unter die Lupe nehmen, denn in Silverstone war es dabei nicht ideal gelaufen. Domenicali wunderte vor allem, dass die Fahrer auf der vermeintlich schmutzigen rechten Spur so schnell waren. "Das müssen wir analysieren, damit wir in Zukunft nicht mehr überrascht werden."

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