Der angeblasene Diffusor ist in dieser Saison nach dem angeblasenen Heckflügel die große Mode-Erscheinung in der Formel 1 und bei Ferrari zeigte das System in Valencia noch nicht ganz die gewünschte Wirkung - allerdings war das System da auch noch nicht voll ausgebaut. In Silverstone wird Fernando Alonso nun wie Felipe Massa eine neue Aufhängung an der Hinterachse haben. Der Spanier musste warten, weil sein Getriebezyklus erst einen Wechsel in Großbritannien vorsah und daher ein Tausch vorher ohne Strafe nicht möglich war - Massa konnte das bereits in Valencia erledigen.

Das Getriebe ist deswegen von Bedeutung, weil der Getriebekasten neue Anlenkpunkte für die Aufhängung an der Hinterachse bietet. Dadurch liegt die Aufhängung höher, aber laut auto motor und sport ist damit der Umbau noch nicht abgeschlossen. Zwar kann der Diffusor nun steiler ansteigen, das hilft aber nur, wenn durch die Auspuffgase ein stabiler Luftstrom erzeugt wird. Erst bei der nächsten und dritten Ausbaustufe strömen die Auspuffgase dann aber direkt auf den Diffusor. Das heißt, solange die Abluft noch nicht direkt in den Diffusorschacht geleitet wird, sind die Vorteile begrenzt.

Die Umbauten für Getriebe und Aufhängung wurden trotzdem schon gemacht, da es zu lange gedauert hätte, um wieder vier Rennen zu warten, bis das nächste neue Getriebe kommen darf. Und bis dahin will Ferrari die Heckpartie des Autos dann schon lange vollständig umgerüstet haben, damit der angeblasene Diffusor seinem Namen auch wirklich gerecht wird.