Lange hatte das Sauber-Team in dieser Saison viel Pech und konnte auch aus guten Möglichkeiten nichts machen. In Valencia lief es dafür im Qualifying schlecht, doch dort konnte Kamui Kobayashi dank seiner ungewöhnlichen Reifenstrategie mit einem extrem langen ersten Stint gepaart mit dem Safety Car einige Punkte herausholen. Für Peter Sauber war die lange Fahrt auf Platz drei das Zeichen dafür, dass fahrerisch beim Japaner alles stimmt und die Überholmanöver gegen Fernando Alonso und Sebastien Buemi nach dem Boxenstopp am Ende des Rennens waren dann noch der Bonus.

"Die Leistung war sehr, sehr wichtig. Es zeigt, dass Kamui schnell und konstant ist und dass er in den letzten Rennrunden hart kämpfen kann. Davor konnte er sein Talent nie zeigen und für mich gab es immer noch das große Fragezeichen, wie gut er als Rookie sein kann. Was er in Valencia zeigte, war deswegen beeindruckend", sagte Sauber gegenüber Autosport. Gleichzeitig meinte der Schweizer, dass so eine Leistung auch nur mit einem guten Auto möglich sei und nun gelte es, das Setup auch so hinzubekommen, dass man nicht nur im Rennen, sondern auch im Qualifying schnell ist.

Sauber gab aber auch zu bedenken, dass Kobayashi sich in allen Bereichen noch verbessern müsse. "Aber jetzt weiß ich, dass er schnell ist. Für mich ist das sehr, sehr wichtig - und es ist großartig für mich", erklärte er. Der siebte Platz von Valencia war für Sauber aber auch ein guter Motivationsschub für das Team, bevor es in die zweite Saisonhälfte geht. "Für das Team ist das wie ein neuer Start. Und sicher wird es für mich dadurch leichter, mit potentiellen Sponsoren zu sprechen, denn die acht Rennen davor waren ein Albtraum."