Noch eine Chance gibt sich Jacques Villeneuve. Wenn er 2011 kein Cockpit in der Formel 1 erhält, gibt er seinen Traum von einem Comeback auf. Die erste Tür fiel schon ins Schloss. Renault hat kein Interesse am Ex-Weltmeister. Villeneuve betont derweil, dass er noch gar nicht in Verhandlungen mit Teams für die nächste Saison stehe. Nur einige positive Kontakte gebe es.

"Ich arbeite an meinem Formel-1-Comeback mehr denn je, denn eine Teilnahme am NASCAR-Circuit habe ich zurückgestellt." Für ihn spreche seine Erfahrung, die in diesem Jahr mehr denn je zähle. "Die Türen sind offen für erfahrene Piloten", sagte Villeneuve den Salzburger Nachrichten. "Hätte das Projekt Stefan GP geklappt, würde ich ja schon heuer Formel 1 fahren."

Fitter als beim Titelgewinn

Die Topcockpits sind bereits alle vergeben, aber Villeneuve würde sich auch mit weniger zufrieden geben, um einen Fuß in die Tür zu bekommen - und sich dann für die Zukunft anderweitig umzuhören. "Am wichtigsten ist doch, dass du einmal drinnen bist, dann ist es leichter, sich umzusehen und den richtigen Platz zu finden", sagt er. Mit 40 wäre er nächstes Jahr ein Jahr jünger als sein alter Rivale Michael Schumacher bei dessen Comeback in diesem Jahr.

Er selbst hat sich mit Motocross, Kartfahren und Skifahren fit gehalten und mit seinem alten Trainer Erwin Göllner gearbeitet. "Ich war nicht ganz dort, wo ich am Ende der Formel-1-Jahre war, aber ich bin derzeit definitiv besser in Form als ich es 1997 beim WM-Titel war."