Das Reglement für die Saison 2011 ist noch in einigen Punkten unklar. Angefangen bei der Reifenfrage bis hin zum leidigen Thema KERS. Aus diesem Grund ist sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug auch noch nicht sicher, ob Mercedes im kommenden Jahr ein viertes Team mit Motoren ausstatten kann.
"Es wird definitiv sehr schwierig", sagt er. "Noch ist keine Entscheidung gefallen, aber man kann nicht alles machen." Auch Mercedes muss im Team und in der Motorenschmiede sparen. Gleichzeitig müssen die Regeln von 2013 vorbereitet werden. "Vielleicht ist es die beste Entscheidung, bei drei Teams zu bleiben."
Arbeiten an KERS
In Sachen KERS ist Mercedes bereits damit beschäftigt, das vorhandene System zu verbessern. "Wir haben ein Programm gestartet, um im Fall der Fälle vorbereitet zu sein", verrät Haug. "Ich bin sicher, dass wir ein sehr gutes System haben werden, wenn wir eines brauchen."
Ross Brawn hat bei der Fahrzeugentwicklung noch keine Entscheidung pro oder contra KERS getroffen. "Wir werden beide Richtungen beobachten und schauen uns alle Aspekte an, um eine Entscheidung zu fällen", so der Teamchef. Wie Haug ist ihm wichtig, dass KERS einen gewissen Kostenfaktor besitzt. "Da müssen wir vorsichtig sein." Eine einstimmige Entscheidung erwartet Brawn in Sachen KERS nicht. "Es gibt Vor- und Nachteile, es ist keine Schwarz-Weiß-Entscheidung."
Riegel vorgeschoben
Neben KERS könnte es 2011 einen verstellbaren Heckflügel geben. Brawn sieht keinen Grund, warum die Teams nicht beides gemeinsam verwenden könnten. Was er nicht möchte, ist eine Entwicklung in Richtung neuer F-Kanal-Systeme. "Man könnte das überall haben, am Frontflügel, am Unterboden, wenn man darüber nachdenkt, was man alles machen kann mit einem Fuß hier oder einem Ellenbogen dort - deshalb haben sich die Teams dazu entschieden, dem einen Riegel vorzuschieben."
In diesem Jahr ist der F-Kanal aber noch erlaubt und Mercedes arbeitet weiter daran, ihn zu perfektionieren. "Wir wissen, was er bringt, aber noch ist das nicht, was wir wollen", gesteht Brawn. "Er bringt einen kleinen Vorteil, aber nicht so viel, wie wir erreichen können."



diese Formel 1 Nachricht