Lotus konsequente Arbeitsweise macht sich langsam bezahlt. Das Team hinterlässt einen immer besseren Eindruck und verringert den Rückstand auf die etablierten Mannschaften von Rennen zu Rennen. So nah dran wie heute war die Truppe von Tony Fernandes noch nie in dieser Saison. Heikki Kovalainen fehlten in Q1 etwas mehr als 2/10 Sekunden auf die Zeit des Sauber Piloten Kamui Kobayashi.

"Das war eine richtig gute Qualifying-Runde", sagte Kovalainen. "Ich hatte schon das ganze Wochenende über eine gute Balance und da ich gestern keine Probleme hatte konnte ich ein gutes Setup finden. Uns fehlt nur noch ein bisschen auf die Teams vor uns. Morgen glaube ich aber, dass wir gegen sie antreten können. Ich hatte Kamui (Kobayashi) eine Zeit lang, am Ende legte er aber noch eine gute Runde hin und kam an mir vorbei."

Jarno Trulli merkte man die fehlenden Trainingsrunden vom Vortag noch an. Der Italiener wurde von seinem Teamkollegen deutlich in die Schranken gewiesen und geht morgen vom 20. Startplatz aus ins Rennen. "Ich hatte es an diesem Wochenende nicht leicht", sagte Trulli. "Ich konnte nicht viele Runden fahren und hatte daher auch kein Setup mit dem ich mich wohl fühlte. Wir fuhren heute mit den Primes und ich konnte sehen, dass mir nicht viel auf die Konkurrenz fehlte. Am Ende des Qualifyings zog ich die Options auf und es zahlte sich leider nicht aus. Mein Ziel ist es morgen die Zielflagge zu sehen und ich bin optimistisch, dass wir dies auch schaffen werden."

Mike Gascoyne freute sich über das Abschneiden seiner Mannschaft und setzt bereits das nächste Ziel fest. "Es war heute ein sehr starkes Qualifying des gesamten Teams", sagte Gascoyne. "Die große Frage betraf die Reifen. Beide Fahrer fuhren zuerst mit der härteren Mischung hinaus, Heikki (Kovalainen) entschied sich auf ihnen zu bleiben. Jarno (Trulli) wechselte auf die weiche Mischung. Heikki (Kovalainen) hat alles herausgeholt und es ist ein Zeichen, dass wir sehr nahe an den Sauber Piloten dran sind. Es wäre ein größer Schritt nach vorne eines der etablierten Teams zu schlagen."