Schon am Freitag hatte sich angedeutet, dass die Reifen an diesem Wochenende eine entscheidende Rolle spielen werden. "Heute drehte sich alles um die Reifen", bestätigte Renault-Teamchef Eric Boullier. Die weichere Reifenmischung war die klar schnellere im Qualifying, aber im Rennen dürften die härteren Reifen Vorteile bringen. Renault entschied sich deshalb dazu, Robert Kubica im Q3 auf die harten Reifen zu setzen und dafür eine bessere Startposition zu opfern.

"Wir glauben, dass dies der beste Weg ist, um ins Rennen zu starten", so Boullier. "Hoffentlich werden wir morgen dafür belohnt." Kubica war mit seinem Qualifying zufrieden, trotz der schwierigen Reifenentscheidung. "Im Q2 haben wir gesehen, dass der weiche Reifen schneller war, aber er hatte viel Graining." Deshalb entschied sich Kubica für den harten Reifen. "Hoffentlich bringt uns das im Rennen in eine gute Position."

In Q2 wie verwandelt

Auch bei Vitaly Petrov spielten die Reifen eine wichtige Rolle. "Ich hatte im Q2 Probleme, die Hinterreifen auf Temperatur zu bringen. Ich versuchte drei Runden lang, anzugreifen und Temperatur rein zu bekommen, aber es hat nicht funktioniert." Die Gründe sind ihm und dem Team noch nicht bekannt. "Das ist schade", sagte Boullier. "Er hatte die Pace, um ins Q3 zu kommen."

Im Rennen hofft der Teamchef trotzdem darauf, dass beide Fahrer in die Punkteränge kommen können. Petrovs Hauptproblem war, dass er beim Bremsen das Heck verlor und sehr wenig Traktion hatte. "Im Q1 war das Auto besser. Wir müssen jetzt verstehen, warum wir im Q2 Leistung verloren haben." Im Rennen rechnet er sich geringe Chancen auf Überholchancen aus. "Überholen und Positionsgewinne sind hier schwierig, aber ich werde mein Bestes geben."