Stefano Domenicali trat bei Ferrari ein schweres Erbe an. Sein Vorgänger Jean Todt hatte die Scuderia aus den Niederungen der Startaufstellung an die Spitze und zu Serientiteln geführt. Im Gegensatz zu Todt genießt Domenicali im Paddock einen guten Ruf, selbst Ron Dennis freute sich über seinen neuen Gegenspieler bei Ferrari.
Dem Italiener wird nachgesagt, dass er zu nett sei, um den Job des Teamchefs bei der Scuderia auszuüben. "Das ist mir egal", sagte Domenicali im Guardian. "Ich werde meine Lebensphilosophie nicht ändern, weil einige Leute meinen Stil nicht mögen."
Kein Stil für Gewinner
Es gebe keinen speziellen Stil für Gewinner oder um eine Gruppe zu führen. Immerhin müsse er sich an neue Begebenheiten anpassen. Die Teams bauen Personal ab, sparen an allen Ecken und Enden und Ferrari darf noch nicht einmal mehr die eigene Teststrecke in Fiorano nutzen. "Vor einigen Jahren gab es keine Beschränkung bei den Ausgaben", erinnert Domenicali.
Ganz im Gegenteil: "Wenn man vor zwei Jahren etwas zweimal haben wollte, bekam man hunderte davon. Jetzt bekommt man nur noch ein Halbes." Die Formel 1 sei eine ganz andere geworden, seit Jean Todt, Ross Brawn, Rory Byrne und Michael Schumacher Ferrari verlassen haben und Domenicali ein schweres Erbe hinterließen. "Es ist schwierig, die Mentalität einer großen Gruppe zu verändern. Das ist unsere größte Herausforderung."



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