Formel 3 EM

Macau - Mick Schumacher: Kämpft er sich zurück an die Spitze?

Mick Schumacher zählte nach den ersten Sessions in Macau zu den Pole-Favoriten - doch es lief nicht rund. Das sagt der Weltmeister-Sohn vor den Rennen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Bestzeit im 1. Training, Bestzeit im 2. Training und Platz drei im 1. Qualifying: Viel besser hätte der Auftakt in Macau für Mick Schumacher nicht laufen können. Der Formel-3-Europameister präsentierte sich in den ersten Sessions auf dem berühmten Stadtkurs in starker Verfassung und zählte zu den Favoriten auf die Pole Position.

Doch im 2. und entscheidenden Qualifying, in dem die Startaufstellung für das Qualifikationsrennen am Samstag ausgefahren wird, lief es nicht wie erhofft. Schumacher musste sich mit dem neunten Platz begnügen. Sein Rückstand auf Pole-Setter und Vorjahres-Sieger Daniel Ticktum betrug 1,472 Sekunden.

Während es den Favoriten gelang, sich in der zweiten Qualifying-Session zu steigern - Ticktum erzielte einen neuen Streckenrekord und knackte als erster Fahrer die 2:10er-Marke - schaffte Schumacher nur einen kleinen Fortschritt. Seine persönliche Bestzeit betrug 2:11.382 Minuten. Auffällig: Im 2. Training am Samstagmorgen war er in 2:10.674 Minuten einiges schneller gewesen.

Mick Schumacher: Session-Verlauf in Macau

Session Rundenzeit Platzierung
1. Training 2:12.168 P1
1. Qualifying 2:11.433 P3
2. Training 2:10.674 P1
2. Qualifying 2:11.382 P9

"Nicht alles ging glatt", erklärte Schumacher nach dem Qualifying am Samstag. Laut Angaben seines Prema-Teams handelte sich der 19-Jährige einen Reifenschaden während der Session ein. Dadurch verlor er später Zeit in der Box und war letztendlich nicht mehr in der Lage, seine Rundenzeiten in der Schlussphase zu verbessern. Nach einem späten Unfall zweier Fahrer ging ihm schließlich die Zeit aus, um die Spitze angreifen zu können.

Ein kleiner Rückschlag für den Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, dem Experten in Macau durchaus den nötigen Speed für einen Podestplatz oder gar den Sieg attestieren. Vom neunten Startplatz benötigt Schumacher vermutlich etwas Glück, um entscheidend nach vorne zu kommen.

Mick: Es kann eine Menge passieren

Schumacher selbst verwies dabei auf die Rennen vergangener Jahre in Macau, in denen sich traditionell kuriose Zwischenfälle ereignen. So wie 2017, als der Österreicher Ferdinand Habsburg bis zur letzten Kurve um den Sieg kämpfte, dann in der Mauer einschlug und die Ziellinie auf drei Rädern noch als Vierter überquerte.

Schumacher vor dem Qualifikationsrennen (Samstag, 02:00 Uhr deutscher Zeit), das über eine Distanz von 10 Runden geht: "Es kann eine Menge passieren. Wir haben es letztes Jahr in der letzten Kurve gesehen, als die beiden Spitzenreiter in einem der verrücktesten Rennen aller Zeiten zusammenstießen. Alles ist möglich. Wir haben die Geschwindigkeit, wir sind da und wir haben ein gutes Auto. Wir sind in einer guten Position."

Macau-Unfall: Joel Eriksson crasht im Formel-3-Qualifying: (03:52 Min.)

VW-Power an der Spitze

Die Startaufstellung für das Quali-Rennen ergibt sich aus den kombinierten Zeiten der beiden Qualifyings. Red-Bull-Junior Dan Ticktum startet von der Pole Position. Hinter dem Motopark-Piloten belegt mit Callum Ilott (Carlin) ein zweiter Brite einen Startplatz in der ersten Reihe.

Carlin-Teamkollege Sacha Fenestraz startet als Dritter vor DTM-Pilot Joel Eriksson, dessen Motopark-Auto nach seinem Qualifying-Unfall wieder instandgesetzt werden muss. Damit starten ausschließlich Fahrer mit Volkswagen-Motoren aus den ersten beiden Reihen. Schumacher ist hinter Guan Yu Zhou 8P5) und Rookie Marcus Armstrong (P8) drittbester Fahrer seines Prema-Teams, das mit insgesamt fünf Fahrern angereist ist.


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