Für Luca Engstler ist die DTM-Saison 2026 vorzeitig beendet. Der Abt-Lamborghini-Pilot muss das Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring auslassen, nachdem er im ersten Lauf am Samstag schwer verunfallt war.
Der Schaden an seinem Lamborghini Temerario GT3 nach der frühen Kollision mit dem späteren Rennsieger Lucas Auer (Landgraf-Mercedes) ist beträchtlich. "Das Chassis, Getriebe und Teile des Motors sind gebrochen, weshalb der Schaden insgesamt hier nicht reparabel und das Auto auch nicht mehr einsetzbar ist", sagte Abt-Teamchef Thomas Biermaier zu Motorsport-Magazin.com. "Gott sei Dank und zum Glück, das ist das Allerwichtigste, Luca ist wohlauf."
Biermaier weiter: "Die Daten beim Unfall bestätigen, was wir befürchtet haben: Beim Kontakt mit Lucas Auer betrug die Geschwindigkeit 210 km/h, bei seinem Dreher waren es immer noch 190 km/h, und weil dabei der Motor ausgegangen ist, können wir die Einschlaggeschwindigkeit wegen der fehlenden Daten nicht mehr beziffern."

Engstler-Unfall sorgt für Renn-Unterbrechung in Hockenheim
Das Rennen wurde nach Engstlers Einschlag mit roten Flaggen unterbrochen. Nach einer 14-minütigen Reparaturpause - Streckenelemente mussten aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden - konnte das Rennen fortgesetzt werden. Die Rennleitung untersuchte den Crash zwischen Engstler und Auer, verzichtete aber auf Strafen.
Auf die Frage, ob Abt Sportsline ein komplett neues Chassis mit Blick auf die Saison 2027 benötige, antwortete Biermaier: "Zu Hause werden wir das Chassis komplett zerlegen und dann entscheiden, ob es reparabel oder ersetzt werden muss. Es ist sehr bitter, wenn ein gutes Wochenende so endet. Das ist schade, weil man sonst wohl mit einem guten Gefühl in die Winterpause gegangen wäre."


Engstler nach Highspeed-Crash wohlauf
Die gute Nachricht: Engstler hat sich beim Highspeed-Crash nicht schwerer verletzt. Der Allgäuer konnte nach einem Check im Medical Center an der Strecke zügig entlassen werden. Am Sonntag muss er allerdings zuschauen, wenn Teamkollege Marco Mapelli das letzte Rennen des Jahres in Diensten von Abt Sportsline als Einzelkämpfer bestreiten wird.
"Das war super-ärgerlich", sagte Engstler noch während des laufenden Rennens zu ProSieben. "Es tut mir leid fürs Team, dass das Auto kaputt ist." Seinem Unfall-Kontrahenten Auer machte er keine Vorwürfe, und sagte zu seiner eigenen Verfassung: "Das war ein großer Schlag, aber es ist alles in Ordnung." Engstlers erste Hoffnung, dass sein Lamborghini rechtzeitig reparabel sei, zerschlug sich allerdings.
Nach dem Ausfall von Engstler werden am Sonntag nur 20 Autos in der Startaufstellung stehen. Das letzte Rennen des Jahres beginnt am Sonntag erst um 16:30 Uhr. Grund: Der DTM-Veranstalter ADAC öffnet nach dem Zieleinlauf die Tribünenzugänge, damit die Zuschauer direkt unter dem Podest den neuen Champion feiern können. Thomas Preining führt die Gesamtwertung mit 20 Punkten Vorsprung auf Marco Wittmann und 22 Zähler vor Maro Engel an.

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