Kelvin van der Linde kehrt nach einem Jahr Auszeit zurück in die DTM und will mit Schubert-BMW das schaffen, was zuletzt mit dem Abt-Audi nicht ganz geklappt hatte: seine erste Meisterschaft in der Traditionsserie gewinnen. Ende 2024 hatte sich der Deutsch-Südafrikaner mit dem Vize-Titel aus der DTM verabschiedet und im folgenden Winter als Werksfahrer bei BMW angeheuert.

Jetzt kommt es zum Comeback in der DTM, nachdem van der Linde 2025 mit dem BMW M4 GT3 Evo in sämtlichen anderen GT3-Rennserien so ziemlich alles abgeräumt hat, was es zu gewinnen gibt. Inzwischen steht auch fest, in welchen Farben sein Schubert-BMW foliert ist - da werden Erinnerungen wach an den Titelgewinn seines jüngeren Bruders Sheldon aus der Saison 2022!

Neues Auto, neue Fahrer: ABT stellt alles auf den Kopf (14:35 Min.)

Kelvin van der Lindes DTM-BMW im Meister-Look von Bruder Sheldon

Kelvin geht wie damals Sheldon auf einem Schubert-BMW im Design des Schmiermittelherstellers Shell an den Start. Sein Fahrzeug hat zwar einen gehörigen Anteil goldener Farbe auf der Außenhaut, doch als potenziell gutes Omen kann die Wahl des gleichen DTM-Sponsors und Serienpartners von BMW sicherlich nicht schaden.

Was Sheldon vor vier Jahren bereits gelungen ist, will jetzt auch Bruder Kelvin schaffen: "Das ist so eine Art Homecoming bei Schubert Motorsport, wenn ich als sein Bruder nun auch für das Team fahre. Ich will 2026 von Anfang an Erfolg in der DTM haben und mir meinen großen Lebenstraum des Fahrertitels erfüllen."

Wie funktioniert der Schubert-BMW mit den neuen Pirellis?

Damals errang Sheldon drei Siege und insgesamt sechs Podestplätze auf seinem Weg zur Meisterschaft. Schubert Motorsport profitierte als Neueinsteiger von van der Lindes Konstanz und nicht zuletzt dem starken Gesamtpaket: Der BMW M4 GT3 funktionierte tadellos auf den früheren Michelin-Reifen. Nach dem Wechsel zu Pirelli tat sich der Rennstall aus Oschersleben allerdings deutlich schwerer, vor allem in den wichtigen Qualifyings.

Schubert-Fahrer wie Rene Rast oder Marco Wittmann konnten zwar mehrfach um die Meisterschaft kämpfen, waren in den Rennen aber häufig zu riskanten Aufholjagden gezwungen. Dieses Jahr könnte es anders laufen für van der Linde und seinen Schubert-Teamkollegen Wittmann, der den dritten DTM-Titel anpeilt: Pirelli führt einen komplett überarbeiten Slick-Reifen ein, der ausschließlich der DTM vorbehalten ist. Die neuen Pirellis könnten dieses Jahr eine ganz entscheidende Rolle bei der Performance spielen.

Kelvin van der Linde steht vor seiner fünften DTM-Saison und der ersten als BMW-Werksfahrer. Der 29-Jährige blickt auf acht Siege, 14 Podestplätze und neun Pole Positions in 64 Rennen für Abt Sportsline zurück. In diesen Statistiken hat er Bruder Sheldon bereits übertrumpft - jetzt fehlt nur noch der ersehnte Titelgewinn.

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