BMW hat drei Tage vor dem Einschreibeschluss (28.02.) für die insgesamt 39. DTM-Saison seit 1984 seine beiden Werksfahrer und das werksunterstützte Einsatzteam offiziell bekannt gegeben. Demnach setzt Schubert Motorsport aus Oschersleben wieder zwei BMW M4 GT3 Evo für den erfolgreichsten BMW-Piloten Marco Wittmann sowie den gebürtigen Südafrikaner Kelvin van der Linde ein.

Letzterer hatte sich 2024 nach dem zweiten Gesamtrang, seiner bisher besten DTM-Platzierung in einem Abt-Audi, für ein Jahr aus der DTM verabschiedet und war zu BMW M Motorsport gewechselt. Dort empfahl sich "KvdL" als erfolgreichster GT3-Fahrer der Welt mit zahlreichen Erfolgen (alleiniger IGTC-Champion, Gesamtsieger in der GT World Challenge Sprint, 12h-Bathurst-Gewinner, 24h Nürburgring-Sieger) für das von ihm erhoffte DTM-Comeback 2026, das Motorsport-Magazin.com bereits im Oktober angekündigt hatte.

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Kelvin van der Linde: DTM-Titel ist das große Ziel

"Die DTM ist eine ganz besondere Meisterschaft für mich. Es war immer mein Kindheitstraum, dort zu fahren und Rennen zu gewinnen. Das habe ich beides erreicht, aber das ganz große Ziel bleibt noch: den DTM-Titel zu gewinnen", wird der 29-Jährige in einer Pressemitteilung von BMW M Motorsport zitiert.

Sein jüngerer Bruder Sheldon habe das bereits 2022 geschafft, "und jetzt ist es so eine Art Homecoming bei Schubert Motorsport, wenn ich als sein Bruder nun auch für das Team fahre. Ich will 2026 von Anfang an Erfolg in der DTM haben und mir meinen großen Lebenstraum des Fahrertitels erfüllen."

Den hat als bester und einziger von insgesamt sechs BMW-Fahrern Wittmann schon zweimal (2014 und 2016) gewonnen. Der Franke ("2026 ist mein klares Ziel, meinen dritten DTM-Titel einzufahren") lag beim äußerst spannenden Saisonfinale 2025 zwei Kurven vor dem Ziel an der Spitze des letzten Rennens, musste sich aber nach einem sehr harten Zweikampf mit Ayhancan Güven (Manthey-Porsche) letztendlich knapp geschlagen geben.

Roos: Haben noch Rechnung mit DTM offen

Das BMW-Duo hat die schwere Last, den gewünschten Triumph erneut nach München zu holen, was aber kein einfaches Unterfangen werden dürfte, denn BMW ist nach unseren Informationen rein zahlenmäßig (2) mit den wenigsten Autos im Starterfeld mit insgesamt acht Herstellern (Aston Martin, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Porsche) vertreten.

Trotzdem glaubt Andreas Roos an eine realistische Titelchance: "Nach dem dramatischen Saisonfinale 2025 haben wir mit der DTM noch eine Rechnung offen. Wir waren so knapp am Titelgewinn dran, dass wir nun umso motivierter sind, es in diesem Jahr noch besser zu machen", glaubt der Leiter BMW M Motorsport. "Ich bin überzeugt, dass wir mit der Erfolgskombination aus Fahrzeug, Team und Fahrern optimale Voraussetzungen für den Kampf um die DTM-Krone haben."

Sieger Rene Rast und Jubilar Marco Wittmann (beide Schubert Motorsport) auf dem Podium
2025 noch DTM-Teamkollegen: Rene Rast und Marco Wittmann, Foto: DTM

Doppel-Champion Marco Wittmann vor 14. DTM-Saison

Der 36 Jahre alte Wittmann, der bereits seine 14. DTM-Saison bestreitet, hätte im vergangenen Jahr bewiesen, "dass er das Zeug zu seinem dritten Titel hat ", meint Roos. Wittmann landete am Ende auf dem fünften Gesamtplatz in der Meisterschaft, eine Position vor seinem scheidenden Teamkollegen Rene Rast.

Van der Linde, der das Cockpit von DTM-Abgänger Rast bei Schubert-BMW erbt, hätte ab dem Beginn der Zusammenarbeit mit seinem neuen Arbeitgeber den großen Wunsch geäußert, in die DTM zurückzukehren, "und ich bin froh, dass wir ihm dieses Comeback nun ermöglichen können", freut sich Roos über die weitere Zusammenarbeit mit dem letztjährig erfolgreichsten BMW-Piloten. "Er hat mit seinen fantastischen Erfolgen in der vergangenen Saison bewiesen, dass er im BMW M4 GT3 Evo zu allem fähig ist."

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