Ein neues Gesicht im Starterfeld der DTM-Saison 2026: Matteo Cairoli gibt sein Debüt in der deutschen Traditionsserie. Der Italiener geht für das Team Emil Frey Racing auf einem Ferrari 296 GT3 Evo an den Start, der kaum zu übersehen sein dürfte: Der Sportwagen erstrahlt in der pinken Farbe eines im Motorsport bekannten Sponsors aus Österreich.
Cairoli folgt bei Emil Frey Racing auf Jack Aitken, der sich mit Cadillac in Richtung WEC und IMSA verabschiedet hat. Der Brite zählte in den vergangenen Jahren zu den Top-Fahrern in der DTM, kämpfte 2025 bis zuletzt um die Meisterschaft und hinterlässt eine große Lücke, die Nachfolger Cairoli schließen muss.
Nürburgring-Sieger und Tausendsassa Cairoli debütiert in DTM
Der 29-Jährige ist zwar neu in der DTM, aber im internationalen Rennsport längst kein Unbekannter. 2021 gewann er das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit Manthey-Porsche und feierte damit seinen größten Erfolg. Cairoli war zuletzt als Werksfahrer bei Lamborghini angestellt und zählte kurzzeitig zum Prototypen-Projekt der Italiener, fuhr auch schon GT3-Mercedes und Porsche-Cupautos - ein echter Allrounder eben.
"Ein großes Dankeschön geht an Jack Aitken, der in den vergangenen fünf Jahren hervorragende Arbeit für uns geleistet hat und wir wünschen ihm alles Gute für seine Saison", sagte Teamchef Lorenz Frey-Hilti, der für die enge Verbundenheit zu 'seinen' Fahrern bekannt ist. "Jetzt richten wir den Blick auf die neue Saison und freuen uns, Matteo Cairoli im Team willkommen zu heißen. Mit seiner großen Erfahrung und seinem Speed wird er eine wertvolle Verstärkung für uns sein."
Cairoli fuhr in den letzten Jahren so ziemlich alles, was man im Langstreckensport nur unter die Räder nehmen kann: Le Mans, Nürburgring, Spa, Daytona, WEC, European Le Mans Series, GT World Challenge und IMSA, um nur eine Auswahl zu nennen. Jetzt muss er sich wieder daran gewöhnen, ein Auto für sich alleine zu haben. "Da ich neu in der DTM und im Auto bin, liegt mein Hauptfokus darauf, so schnell wie möglich dazuzulernen - gleichzeitig möchte ich aber auch ehrgeizige Ziele verfolgen", sagt der Mann aus Como.

Thierry Vermeulen vor vierter DTM-Saison mit Emil Frey Racing
An seiner Seite bestreitet Thierry Vermeulen seine vierte Saison in der DTM. Der Niederländer und Freund von Formel-1-Star Max Verstappen klettert erneut in einen Ferrari im Red-Bull-Design. Vermeulen ließ sein Talent 2025 mit drei Podestplätzen und zwei Pole Positions mehrfach aufblitzen, ließ aber die nötige Konstanz vermissen und spielte hinter Aitken klar die zweite Geige. Jetzt übernimmt der 23-Jährige erst einmal die Führungsrolle beim Rennstall aus der Schweiz.
"Wir haben über den Winter eng zusammengearbeitet und die letzten Jahre Revue passieren lassen, unsere Schwächen und Stärken analysiert", sagt Vermeulen, dessen Papa für Verstappen als Manager tätig ist. "Jetzt sind wir bereit, gemeinsam in eine neue Saison zu starten." Auch für Vermeulen gibt es einiges Neues zu lernen: Der Ferrari hat ein Evo-Update erhalten und neue Slick-Reifen von Pirelli für die DTM könnten eines der größten Themen werden.
Emil Frey Racing reduziert DTM-Aufgebot 2026
"Das Testprogramm läuft gut, auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt, um das volle Potenzial des Autos zu entdecken", erklärt Technikdirektor Jürg Flach. "Ich freue mich sehr auf die kommende Saison. Wir sind gut vorbereitet und können es kaum erwarten, unser neues Fahrzeug unter Rennbedingungen einzusetzen."
Gleichzeitig verringert Emil Frey Racing sein DTM-Aufgebot um einen Ferrari auf nur noch zwei Autos. Der Brite Ben Green kehrt nach seiner Debütsaison wie erwartet nicht ins Starterfeld zurück. Stattdessen bleibt Green dem Team in der GT World Challenge erhalten und teilt sich dort einen Ferrari mit Vermeulen. Auf dem Schwesterauto wechseln sich Cairoli und der Finne Konsta Lappalainen am Steuer ab.

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