Jules Gounon hat sich im DTM-Qualifying am Sonntag die Pole Position für das zweite Rennen (ab 13:30 Uhr live bei ProSieben) auf dem Nürburgring gesichert. Der AMG-Pilot setzte sich am Morgen deutlich gegen Ben Dörr im McLaren durch. Dahinter ging es mit sieben Fahrern innerhalb von einer Zehntelsekunde wieder einmal eng zu. Nicki Thiim feierte im Aston Martin auf Platz vier eine Wiederauferstehung, Championship-Leader Maro Engel überzeugte als Fünfter erneut mit Konstanz. Nach seinem Sieg am Samstag war Matteo Cairoli im Ferrari als Dritter erneut im Spitzenfeld vertreten. Bei 20 Autos innerhalb von acht Zehntelsekunden schafften sieben Hersteller den Sprung in die Top-10.
Am zweiten Renntag hatte es sich auch in der Eifel merklich abgekühlt. Zu Beginn des Qualifyings um 9:10 Uhr herrschte diesmal nur eine Außentemperatur von 18 Grad Celsius - ganze zehn Grad weniger als gestern. Der Asphalt war mit 24 Grad Celsius ebenfalls zehn Grad kühler. Durch die Waldbrände in der Region rund um den Nürburgring hing erneut ein leichter Nebel über der Rennstrecke, der sich jedoch nicht auf das sportliche Geschehen auswirkte.
Auswirkungen hatte hingegen die Balance of Performance, denn gegenüber dem Samstag gab es für die acht Hersteller diverse BoP-Anpassungen für das 12. von insgesamt 16 Saisonrennen. Aston Martin und BMW durften jeweils 10 Kilogramm ausladen und erhielten mehr Boost. McLaren und Mercedes-AMG wurden sogar um 20 Kilogramm erleichtert, der Lamborghini hingegen nur um fünf, dafür aber auch etwas mehr Ladedruck. Bei Ferrari, Ford und Porsche gab es keine Änderungen.
Mercedes-AMG bei der DTM am Nürburgring auch am Sonntag mit starker Gesamtleistung
Bei der Zeitenjagd in den Schlussminuten gab Mercedes von Anfang an die Pace vor und blieb am Ende auch vorne. Mit 1:25.062 Minuten holte Jules Gounon die Pole Position für das Sonntagsrennen und stellte dabei einen neuen GT3-Streckenrekord für die DTM auf der 3,629 Kilometer langen Sprint-Variante des Nürburgrings auf. Für ihn ist es außerdem die zweite Pole in der DTM nach Oschersleben 2025. Auf Platz zwei kam Ben Dörr im McLaren auf eine Zehntelsekunde an den gebürtigen Franzosen heran.
Dahinter ging es deutlich enger zu. Die Plätze drei bis neun waren von nur einer Zehntelsekunde getrennt. Auf Platz vier feierte Nicki Thiim im Aston Martin nach seiner Schimpftirade am Samstag eine regelrechte Auferstehung. Der Däne landete nur 0,018 Sekunden hinter Samstagssieger Matteo Cairoli im Ferrari. Auf Platz fünf bewies Meisterschafts-Leader Maro Engel einmal mehr seine Konstanz und stellte damit auch für das Sonntagsrennen eine solide Ausgangslage sicher.
Auf Platz sechs folgte mit Marco Wittmann der bestplatzierte BMW vor Lucas Auer. Für Porsche holte Thomas Preining als Achter das Maximum heraus. Die Top-10 komplettierten Kelvin van der Linde und Arjun Maini im Ford Mustang GT3 von HRT. Die Ford-Mannschaft nahm diesmal regulär am Qualifying teil, nachdem sich das Team am Samstag aufgrund von Durchfahrtstrafen beider Fahrer für das Rennen enthalten hatte.
In der zweiten Hälfte des Klassements kam Lamborghini auch am Sonntag nicht so richtig in Schwung. Auf den Plätzen 13 und 14 landete mit Luca Engstler und Marco Mapelli das Duo von Abt Sportsline, für Mirko Bortolotti im erneut einzigen GRT-Lamborghini blieb es bei P16. Teamkollege Christian Engelhart war nach seinem Unfall mit Thierry Vermeulen in der letzten Runde des Samstagsrennen nicht mit von der Partie. Ganz hinten landeten wie schon am Vortag Timo Glock und Nicolas Baert.


diese DTM Nachricht