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DTM

DTM: Porsche-Team SSR startet 2022 mit zwei 911ern

Porsche steigt 2022 als permanenter Starter in die DTM ein. GT-Masters-Champion SSR Performance kommt mit zwei 911 GT3 R.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Der DTM ist ein weiterer Coup für die anstehende DTM-Saison 2022 gelungen. Das Porsche-Kundenteam SSR Perfomance steigt als permanenter Starter mit zwei 911 GT3 R in die deutsche Traditionsserie ein. Welche Fahrer für den zuletzt im GT Masters aktiven Rennstall aus München an den Start gehen, steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass die beiden Porsche mit den Startnummern #92 und #94 antreten.

Damit ist erstmals in der über 30-jährigen Geschichte der DTM ein Porsche als permanenter Starter gemeldet. Das Team SSR hatte in der vergangenen Saison 2021 schon einmal mit einem Gaststart auf dem Nürburgring vorgefühlt. In der Eifel saß Porsche-Werksfahrer Michael Ammermüller am Steuer des 911ers.

Das 'Crash-Festival' auf dem Nürburgring überstand auch der Porsche nicht schadlos, im Anschluss hatte sich die Teamführung von SSR über die harten Fahr-Standards beschwert, eine Rückkehr aber nicht ausgeschlossen. Inwiefern SSR Performance 2022 von Porsche als Kundenteam unterstützt wird, ist noch nicht bekannt.

SSR: Große Erfolge im GT Masters

Das noch junge Team SSR Performance blickt schon jetzt auf zahlreiche Erfolge zurück: 2020 gewann die Mannschaft auf Anhieb die Fahrer- und Teammeisterschaft im ADAC GT Masters mit dem Duo Ammermüller/Christian Engelhart. In der abgelaufenen Saison errang Ammermüller zusammen mit seinem neuen Teamkollegen Mathieu Jaminet den Vize-Titel und schrammte nur knapp an der Titelverteidigung vorbei.

Stefan Schlund, Geschäftsführer der SSR Performance GmbH, freut sich, ein fertiges Paket für die DTM-Saison 2022 präsentieren zu können: "Der Einstieg in die DTM ist für unsere junge Firma von hoher Bedeutung. Umso wichtiger war es für uns, ein schlagkräftiges Line-up mit zwei Fahrzeugen an den Start zu bekommen. Ich denke, die nächsten Wochen und Monate werden sehr spannend. Uns erwartet noch viel Arbeit bis zum Saisonstart in Portimão, jedoch mögen wir Herausforderungen."

"Porsche in der DTM - was das bedeutet, haben wir schon beim Gaststart in der Eifel gespürt. Von Porsche geht eine große Faszination aus. Und SSR Performance hat sich in kürzester Zeit unter den stärksten GT-Teams etabliert. Das verdient großen Respekt und legt die Messlatte für die DTM 2022 für alle noch höher", so DTM-Manager Frederic Elsner.

Boxer-Motor als BoP-Herausforderung

Mit dem Porsche im Starterfeld kommt eine weitere Herausforderung auf die Balance of Performance zu, durch die die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte eingestuft werden. Der 911er mit seinem Sechszylinder-Boxermotor weist eine deutlich andere Charakteristik auf als etwa die V8- V10- oder Saugmotoren oder Turbos im Starterfeld. Beim Nürburgring-Gaststart wurde die BoP während des Rennwochenendes angepasst.

"Für unser junges Unternehmen ist der Einstieg in die hochklassige DTM ein logischer Schritt, mit dem wir uns neuen Herausforderungen stellen und an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen möchten", sagt SSR-Teammanager Mario Schuhbauer.

SSR beim DTM-Gaststart auf dem Nürburgring 2021 - Foto: LAT Images

DTM-Starterfeld 2022 mit weiterer Marke

Mindestens acht Rennwochenenden mit jeweils zwei Rennen über 50 Minuten und eine Runde stehen im Kalender der DTM 2022. Erstmals findet der Saisonauftakt vom 29. April bis 1. Mai im portugiesischen Portimao statt. "Die Einschreibungen der Teams für die DTM 2022 entwickeln sich überaus erfreulich. Wir sind auf einem guten Weg, dass wir im kommenden Jahr eine noch spannendere Saison erleben werden", erklärt ITR-Geschäftsführer Benedikt Böhme.

Mit Porsche ergänzt eine weitere namhafte Marke das DTM-Starterfeld 2022. Bereits permanent eingeschrieben sind Audi unter anderem mit dem Team Abt Sportsline, Mercedes-AMG u.a. mit HRT, das 2021 durch Maximilian Götz die Fahrer-Meisterschaft gewonnen hatte und Lamborghini (Grasser kommt mit vier Huracan). BMW wird voraussichtlich mit dem brandneuen M4 GT3 vertreten sein, während eine Rückkehr von AF Corse Ferrari als Option gilt.


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