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Valentino Rossi in die DTM? Berger will keinen Druck aufbauen

Valentino Rossi liebäugelt nach seinem MotoGP-Karriereende mit Auto-Rennen - vielleicht in der DTM? Exklusiv: So reagiert Serienchef Gerhard Berger.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Gerhard, am Donnerstag hat Valentino Rossi sein Karriereende in der MotoGP angekündigt. Wie bewertest du diese Entscheidung?
Gerhard Berger: Valentino Rossi blickt auf eine unglaubliche Karriere in der MotoGP zurück. Das allein zu überleben ist schon eine Kunst. Er ist einer der ganz Großen, die jemals im Motorradsport waren. Ein toller Typ mit großem Charisma, der die MotoGP in den letzten Jahrzehnten geprägt hat.

2019 hat Rossi am Rande des DTM-Rennwochenendes in Misano versprochen, als Fahrer in die DTM zu kommen. Nagelst du ihn jetzt auf dieser Aussage fest?
Gerhard Berger: Nein, ich möchte ihn nicht darauf festnageln. Solche Sprüche gibt es immer wieder. Manchmal ergibt sich etwas, manchmal nicht. Ich bin sicher, dass ich Valentino bei Gelegenheit einmal ansprechen werde. Er soll aber erst einmal die MotoGP-Saison zu Ende fahren und dann schauen, dass er sein neues Team aufstellt. Dann können wir schauen, ob er Spaß an der DTM hätte. Ich würde mich natürlich riesig freuen. Es liegt mir aber fern, Druck aufzubauen auf Basis von alten Interviews. Die Aussagen würde ich auch etwas unter dem Spaß-Faktor einordnen.

Was würde ein Start von Valentino Rossi für die DTM bedeuten?
Gerhard Berger: In der DTM sind immer wieder große Rennfahrer an den Start gegangen, wie Jean Alesi, Keke Rosberg oder auch Andrea Dovizioso. Natürlich wäre Valentino Rossi aber ein besonderes Highlight.

Treffen 2019 am Rande des DTM-Event in Misano: Gerhard Berger zu Besuch bei Valentino Rossi - Foto: DTM

Rossi hat mehrfach betont, dass er künftig gern weitere GT3-Rennen bestreiten würde. Würdest du ihm auch in der DTM eine gute Performance zutrauen?
Gerhard Berger: Valentino Rossi ist ein Ausnahmesportler, der auch im Rennauto bereits mehrfach eine gute Figur gemacht hat. Ich erinnere nur an seine damaligen Formel-1-Testfahrten bei Ferrari.

Ein langjähriger Partner von Rossi ist bekanntermaßen der Energy-Drink-Hersteller Monster. Siehst du ein mögliches Problem mit Red Bull, das ja in der DTM sehr präsent ist?
Gerhard Berger: Das sollte keine Rolle spielen. Konkurrenz belebt das Geschäft.