DTM

DTM-Boss Gerhard Berger zu Audi-Verbleib 2019: Starkes Zeichen

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft der DTM nach dem Mercedes-Ausstieg: Audi auch in Zukunft an Bord - beste Voraussetzung für Einstieg von Aston Martin.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Ein ganz wichtiger Baustein für die Zukunft der DTM nach dem Mercedes-Ausstieg zum Jahresende: Audi hat sich an diesem Mittwoch offiziell zu einem weiteren Werks-Engagement in der Tourenwagenserie bekannt. Voraussetzung für das weitere Audi-Engagement in der DTM ist, dass nach dem Ausstieg von Mercedes-Benz spätestens ab 2020 wieder mindestens drei Marken vertreten sind.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass: "In der DTM sehen wir dank zukunftsweisender Technologien wie den neuen Turbomotoren nach wie vor großes Potenzial. In Bezug auf den dafür notwendigen dritten Hersteller habe ich großes Vertrauen, dass DTM-Chef Gerhard Berger diesen für spätestens 2020 an den Start bringt."

Laut Informationen von Motorsport-Magazin.com hat der Audi-Vorstand bereits Mitte Juli grünes Licht für ein DTM-Engagement über 2018 hinaus gegeben. Dieser Beschluss musste allerdings noch protokolliert werden, bevor er öffentlich verkündet werden konnte. Das ist nun geschehen.

Wichtige Voraussetzung für Einstieg von Aston Martin

Die Hoffnungen von Audi und auch BMW ruhen vor allem auf dem Einstieg von Aston Martin spätestens zur Saison 2020. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com ist das nun offiziell verkündete weitere Werks-Engagement der Audi AG in der DTM eine der wichtigsten Voraussetzungen für den möglichen Einstieg der britischen Nobelmarke, der vom Aston Martin Board noch abgesegnet werden muss.

DTM-Chef Gerhard Berger wollte diese Spekulationen zuletzt nicht kommentieren. Immerhin bestätigte der Österreicher gegenüber Motorsport-Magazin.com, dass man sich in der Endphase der Verhandlungen befinde.

"In drei bis vier Wochen kann man dazu vielleicht konkret etwas sagen", so Berger am Rande des Wochenendes in Brands Hatch. Dieser Zeitraum läge zwischen dem nächsten DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring (7. bis 9. September) und dem im österreichischen Spielberg (21. bis 23. September).

BMW ebenfalls an Bord

BMW Motorsport hatte bereits im September 2017 am Rande des DTM-Rennens auf dem Nürburgring angekündet, sich auch weiterhin in der DTM engagieren zu wollen, wenn ab 2020 ein dritter Hersteller am Start ist. Ein Übergangsjahr mit nur zwei Herstellern 2019 sei dabei kein Hindernis.

Die Vorbereitungen zur Einführung des 2-Liter-Turbomotors, der ab 2019 den altgedienten V8-Motor abgelöst, sind weitestgehend abgeschlossen. "Wir treiben die Vorbereitungen für die Saison 2019 wie geplant voran", erklärte BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt.

Gerhard Berger reagiert auf Audi-Bestätigung

"Dies ist ein starkes Zeichen für die DTM", sagte Gerhard Berger nach der Audi-Ankündigung. "Ich habe in meiner bisherigen Zeit bei der DTM die Verantwortlichen bei Audi und auch bei BMW als extrem verlässliche und loyale Partner erlebt. Die heutige Nachricht von Audi zeigt das Vertrauen des Herstellers in die Plattform DTM und in die Zukunft der Serie. Mit den Herstellern Audi und BMW als Rückgrat sowie mit der Kooperation mit der japanischen SUPER-GT-Serie können wir die DTM auf ein neues Level heben. Da bin ich mir sicher."

Audi bekennt sich zur Formel E

Neben der DTM will sich Audi künftig auch weiter in der Formel E engagieren, der elektrischen Säule des Motorsport-Engagements des Autobauers aus Ingolstadt. Lucas di Grassi und Daniel Abt gewannen in der abgelaufenen Saison erstmals die Teammeisterschaft mit vier Siegen und insgesamt elf Podestplätzen.

"In der Formel E beweisen wir Vorsprung durch Technik bei der E-Mobilität", sagt Peter Mertens, Entwicklungsvorstand der AUDI AG. "Gleichzeitig entwickeln wir auch unsere Verbrennungsmotoren weiter. Vierzylinder-Turboaggregate mit zwei Liter Hubraum bieten eine gute Mischung aus Performance und Effizienz. Sie sind weltweit die wichtigsten Motoren und kommen ab 2019 in der Class One zum Einsatz. Die DTM erhält dadurch - genau wie die Formel E - einen verstärkten Bezug zur Serienentwicklung."


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