DTM

Hungaroring: Stimmen zu Rennen 1

Nach einer Audi-Dominanz in der Qualifikation profitierten die Top-3 von einem Safety-Car. Die Stimmen der Fahrer zum ersten Rennen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Paul Di Resta (1.) "Manchmal braucht man einfach das Glück des Tüchtigen. Wir hatten heute Pech im Qualifying, aber dann hat uns das Safety Car geholfen. Es gleicht sich immer irgendwie aus. Meine Reifen haben es aber auch zugelassen. Wir wussten, dass wir aggressiv vorgehen mussten. Aber wir konnten es kontrollieren."
Timo Glock (2.) "Von Platz 14 auf Rang zwei vorzufahren, damit hätten wir heute wirklich nicht gerechnet. Unter normalen Umständen wäre das sicherlich auch schwierig gewesen. Ich kam am Anfang nicht an Marco vorbei, wusste aber, dass ich den Speed mitgehen kann. Deshalb habe ich entschieden zu stoppen, denn zu verlieren hatte ich nichts. Ich hatte das Glück, dass zwei Runden später das Safety Car rauskam, und als dann klar wurde, dass nur Paul, Bruno und ich gestoppt hatten, erschien es wahrscheinlich, dass es ein Kampf ums Podium werden könnte. Ich bin echt happy mit Platz zwei, aber uns ist natürlich klar, dass wir uns im Hinblick auf die Geschwindigkeit im zweiten Rennen noch einmal steigern müssen."
Bruno Spengler (3.) "Das war ein hartes Rennen, in dem wir natürlich auch eine Portion Glück hatten. Aber wir hatten eine super Strategie. Das war eine klasse Leistung von meinem Team, das Risiko einzugehen und in der Safety-Car-Phase ein zweites Mal zu stoppen. Es war aber auch notwendig, weil ich schon in der ersten Runde gestoppt habe, und das Rennen auf einem Satz Reifen zu Ende zu fahren, wäre sehr schwierig geworden. Ein riesiges Dankeschön an das Team für seinen Mut und die guten Boxenstopps. Am Ende war es ganz schön hart, sich gegen Mike Rockenfeller zu verteidigen. Er hat viel Druck gemacht, aber ich habe alles gegeben, um den Podestplatz für das ganze Team nach Hause zu bringen."
Mike Rockenfeller (4.) "Ich bin von 5 gestartet und Vierter geworden. Ich bin natürlich sehr frustriert. Aber das sind die Regeln in diesem Jahr mit dem Safety Car. Man weiß, wenn man noch nicht gestoppt hat oder wenn man das Risiko geht, früh zu stoppen, dass man dann das Safety Car in der Tasche hat. Wir haben es nicht gemacht und sind dafür bestraft worden. Aber so ist Motorsport, morgen ist ein neuer Tag. Ich habe das Maximum rausgeholt und hatte eine gute Pace im Auto. Eine Runde länger und ich glaube, dass ich es aufs Podium geschafft hätte. Aber 'hätte, hätte' gibt's nicht."
Gary Paffett (8.) "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Es ging auf und ab im Rennen. Mein Start war gut und ich fühlte mich wohl im Feld. Ich wartete gerade auf den Boxenstopp, als das Safety Car herauskam. Beim Re-Start kam ich nicht besonders gut weg und verlor einige Plätze. Danach hielt ich mich aus Schwierigkeiten heraus und holte mir in Kurve zwei einige Plätze zurück. Im Verlauf des Rennens war das Auto gut. Ich hatte nicht die Pace der Audi, aber davon abgesehen war ich mit dem Auto das ganze Rennen über zufrieden."
Marco Wittmann (9.) "An sich lief das Rennen ganz gut. Ich konnte sechs Plätze gut machen und zwei Punkte holen. Andererseits wäre mit etwas Glück vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, wie man bei Timo und Bruno sehen konnte. Ich bin ein wenig zu lange draußen geblieben, und dann kam das Safety Car, aber insgesamt kann ich mit den zwei Punkten recht zufrieden sein."
Edoardo Mortara (10.) "Ein hartes Rennen für uns. Ehrlich gesagt habe ich mich im Auto schon wohler gefühlt. Dann kann ich auch besser kämpfen und nach einem schwierigen Qualifying von Startplatz 16 einen Punkt zu holen, ist nicht allzu schlecht. Die Safety Car-Phase hat leider unserer Strategie nicht in die Karten gespielt, dafür hatte ich einen Mega-Re-Start. Zwischendrin sah es nach Platz sieben oder acht aus. Jetzt werden wir versuchen, uns morgen zu steigern."
Augusto Farfus (12.) "Das Wochenende hat sehr gut begonnen. Dann kam zunächst das Safety Car, und beim Restart wurde ich umgedreht. Insgesamt hatten wir eine gute Pace im Rennen und das Auto lief gut. Es hätte auch ein gutes Ergebnis werden können. Das gibt uns Hoffnung für morgen. Ich muss jetzt einfach nach vorne blicken."
Lucas Auer (13.) "Erst einmal möchte ich meinem Team und Paul zu diesem Sieg gratulieren. Das war super Arbeit und eine tolle Strategie. Bei mir hat man derweil gesehen, dass im Rennsport auch mal viel schief gehen kann. Ich wurde in einen Crash verwickelt, an dem ich unschuldig war. Das kommt im Rennsport leider manchmal vor. Ich freue mich aber auf morgen, dann läuft es hoffentlich besser."
Maro Engel (14.) "Leider hatten wir heute ein unerwartet schwieriges Qualifying. Mit dem Freien Training war ich als schnellster Mercedes-Fahrer noch zufrieden. Im Qualifying war die Balance dann leider komplett weg. Im Rennen stimmte sie jedoch wieder und ich konnte einen sehr langen Stint fahren. Glückwunsch an Paul und das gesamte Team. Wir haben heute aus einer schwierigen Ausgangslage einen Sieg geholt - das ist fantastisch. Jetzt müssen wir die Köpfe für morgen zusammenstecken, damit wir dann alle etwas weiter vorne starten können."
Tom Blomqvist (16.) "Ich wurde gleich nach dem Start getroffen und fiel weit zurück, damit war das Rennen für mich gelaufen. Ich bin sehr enttäuscht, dass mir das schon wieder passiert ist. In den bisherigen fünf Rennen der Saison bin ich dreimal umgedreht worden. Ich bin dann in die Box gekommen, denn es hätte keinen Sinn mehr gemacht weiterzufahren. Das Auto war recht beschädigt und hatte überhaupt kein Handling mehr."
Robert Wickens (Ausgefallen) "Ein emotionaler Tag. Das Qualifying war angesichts der Umstände okay. Wir hatten an diesem Wochenende Schwierigkeiten und haben mit Platz elf viel herausgeholt. Mein Start war gut und ich lag als Zehnter in den Punkten. Aber dann hat die Safety Car-Phase mein Rennen ruiniert. Ich war nur eine Kurve vom Boxeneingang entfernt und dann kam das Safety Car heraus und ich konnte nicht hereinkommen. Der Re-Start verlief extrem gut. Ich machte eine Position in der ersten Kurve gut und danach berührten sich einige Fahrzeuge in der zweiten Kurve. So kam ich auf Position fünf nach vorne. Dann war ich erneut auf meiner In-Lap für den Stopp und irgendetwas ist vorne links gebrochen. Deshalb musste ich aufgeben. Es gab keine Berührung und es passierte in der letzten Kurve, sodass ich eine ganze Runde fahren musste. Es war ein Reifenschaden, aber es gab keine Anzeichen dafür. Schade, wir hätten heute ohne das Problem mit dem Safety Car viele Punkte mitnehmen können. Platz 7 wäre möglich gewesen."
Maxime Martin (Ausgefallen) "Ich hatte in Kurve zwei einen Kontakt mit Tom, was mein Fehler war. Dadurch wurde das Auto an der Front beschädigt. Wahrscheinlich in Folge dieses Schadens haben später meine Bremsen blockiert. Danach ließ sich nichts mehr machen. Es ist wirklich schade, aber der Fehler lag bei mir."
Uli Fritz (MB) "Das war ein unglaublich spannendes Rennen! Natürlich hat uns das Safety Car in die Karten gespielt, aber wie Paul dieses Rennen nach Hause gefahren hat war phänomenal. Das war heute wieder eine tolle Werbung für den Sport und ein super Sieg für unser gesamtes Team."
Dieter Gass (AUDI) "War mehr als ein Seufzer. Mehr als Enttäuschung nach dem Rennen. Waren sehr konkurrenzfähig und fahren ohne Podium nach Hause. Wir bekommen dann sogar noch mehr Gewicht. Wir haben dann einen Fehler gemacht, dass wir nicht, als die ersten Autos reingefahren sind, dann zumindest mit einem Auto nachgezogen haben."
Jens Marquardt (BMW) "Wir hatten heute riesen Glück gehabt. Beim Start hatten wir aber erstmal Pech. Wir hatten eine Kollision zwischen zwei unserer Fahrer, die dann dazu geführt hat, dass dann zwei, die aggressiv gestoppt haben, weil wir was versuchen mussten, davon profitieren, das war Glück. Für morgen müssen wir aber noch an unserer Pace arbeiten."


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