DTM - Neu ab Budapest: DTM optimiert Reglement

Zusatzgewichte nach dem Rennen und mehr Benzinreserve

Die Performance-Gewichte werden ab dem DTM-Rennwochenende am Hungaroring nicht mehr nach der Qualifikation, sondern erst nach dem Rennen vergeben.
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Motorsport-Magazin.com - Zu dieser Saison wurde in der DTM kräftig am Regelwerk geschraubt. Mit Erfolg. Die DTM ist spannend wie lange nicht mehr. Das heißt jedoch nicht, dass keine weiteren Änderungen vorgenommen werden können. Schon am dritten Rennwochenende am Hungaroring werden die Regeln weiter optimiert.

Bereits ab dem dritten Rennwochenende treffen hierzu die ersten Änderungen in Kraft. In Zukunft werden die Performance-Gewichte nicht mehr nach der Qualifikation, sondern erst nach dem Rennen vergeben. Die Charakteristik der neuen Reifen habe dazu geführt, dass die Qualifikationsergebnisse kein verlässlicher Indikator für einen Leistungsvergleich seien.

Schon vor der Saison hatten sich die Hersteller darauf geeinigt, dass der Modus für die Performance-Gewichte überprüft und eventuell angepasst werden kann. Ab sofort werden nach dem Rennen aus den 28 schnellsten Rennrunden jedes Autos (48 Runden am Norisring) ein Mittelwert gebildet und diese Mittelwerte innerhalb der Marken erneut gemittelt. Diese Markenmittelwerte werden dann miteinander verglichen um die neuen Performance-Gewichte zu bestimmen.

Die Verteilung erfolgt dabei nach folgenden sechs Fällen:

Fall 1: Liegen die Markenschnittzeiten alle innerhalb von 0,1 Prozent, bekommt kein Hersteller Gewicht ein- oder ausgeladen.
Fall 2: Beträgt der Unterschied zwischen zwei Herstellern weniger als 0,1 Prozent und liegt ein Hersteller zwischen 0,1 und 0,2 Prozent, so bekommen die zwei schnelleren Hersteller 2,5 kg zugeladen und der langsamere Hersteller darf 2,5 kg ausladen.
Fall 3: Liegen zwei Hersteller innerhalb von 0,1 Prozent und der dritte Hersteller mehr als 0,2 Prozent zurück, müssen die schnelleren Marken 5 kg zuladen und der langsamere Hersteller darf 5 kg ausladen.
Fall 4: Beträgt der Unterschied von zwei Herstellern zum schnellsten Hersteller zwischen 0,1 und 0,2 Prozent, so bekommen der schnellere Hersteller 2,5 kg zugeladen und die langsameren Hersteller dürfen 2,5 kg ausladen.
Fall 5: Ist ein Hersteller zwischen 0,1 und 0,2 Prozent vom schnellsten Hersteller entfernt und ein Hersteller mehr als 0,2 Prozent, so muss der schnellste Hersteller 5 kg zuladen. Der langsamste Hersteller darf 5 kg ausladen. Beim Hersteller in der Mitte ändert sich am Gewicht nichts.
Fall 6: Liegen zwei Hersteller weiter als 0,2 Prozent zurück, dürfen beide 5 kg ausladen, während die schnellste Marke 5 kg zuladen muss.

Dabei dürfen die Gewichtslimits von 1.095 kg im Minimum und 1.140 kg Maximum nicht gebrochen werden. Aktuell stehen die Mindestgewichte wie folgt: 1.115 kg bei Audi, 1.120 kg bei BMW und 1.130 kg bei Mercedes-AMG. "Es handelt sich um ein Feintuning, das die Hersteller und der DMSB einvernehmlich vorgenommen haben", erklärte DTM-Chef Gerhard Berger.

Mehr Restbenzin im Auto

Gleichzeitig wird auch die Regelung des Restbenzins angepasst. Der Grund dafür scheint klar. Am Lausitzring stellte Mattias Ekström seinen Audi in der Auslaufrunde ab. Angeblich wegen Problemen, die er auch ans Team funkte. Auch die geforderte Menge Benzin für die Probe konnte entnommen werden. Daher kam der Schwede mit einer Verwarnung davon, weil er die Auslaufrunde nicht beendete.

Damit in Zukunft ein solches Stehenbleiben, um Benzin zu sparen, verhindert wird, ändert die DTM übereinstimmenden Medienberichten zufolge auch die Menge des Sprits, die nach dem Rennen entnommen wird. Bei Fahrzeugen, die die Auslaufrunde beenden, reicht es, wenn noch ein Kilogramm Benzin im Tank ist. Fahrzeuge, die es nicht in den Parc ferme geschafft haben, müssen noch zwei Kilo dabei haben.


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