Nicht mehr lange, dann gibt der zweifache Formel 1 Weltmeister Mika Häkkinen in Hockenheim seinen Einstand als DTM-Pilot.

"Je mehr ich fahre, umso mehr lerne ich", sagt der sympathische Finne über seine Vorbereitung. "Ich fühle mich schon recht wohl, und niemand braucht mir das Autofahren beizubringen. Trotzdem muss ich noch sehr viel lernen."

Dennoch habe Mika "in meiner Karriere alles erlebt und erreicht, da muss ich niemandem mehr was beweisen". In der DTM erwarten ihn aber auch einige neue Faktoren: "Strecken, Gegner, ein anderer Fahrstil, eine andere Vorbereitung. Ob ich wirklich mithalten kann, wird man sehen. Mein Ziel ist es, mich kontinuierlich zu steigern, denn ich erwarte mir eine große Zukunft in der DTM."

Ähnliche Probleme wie sie andere Umsteiger, wie zuletzt Heinz-Harald Frentzen hatten, befürchtet Mika nicht. "Nein, auch wenn ich weiß, was mich erwartet: ein knallharter Wettbewerb, der härter ist als in der heutigen Formel 1", sagt der Finne. "Ein kleiner Fehler in der Qualifikation bedeutet den Verlust mehrer Startplätze. Und die Startposition ist hier noch wichtiger als in der Formel 1. Man muss sehr präzise und vor allem konstant fahren."

Ein Ziel hat er sich trotzdem fest vorgenommen: "Ich möchte ein DTM-Rennen gewinnen. Daran werde ich mit Vollgas arbeiten - so wie ich es in meiner Karriere immer getan habe."

Etwas besorgt zeigt sich der neue Publikumsliebling hingegen wegen der Erwartungshaltung: "Ich bin ein Fahrer, dessen Ziel es immer war, zu gewinnen. Ein zweiter oder dritter Platz war nie gut genug", verriet Mika gegenüber dem DTM Sport Planer. "Okay, wenn was schief läuft und man dann trotzdem noch Zweiter oder Dritter wird, dann kann man das akzeptieren. Aber wenn es an der eigenen Leistung liegt, dann bin ich nicht glücklich, dann ist das für mich nicht gut genug. Das macht mir ein bisschen Sorgen: Ich bin ein Typ, der unbedingt gewinnen will. Ich muss hart arbeiten, viel lernen, verstehen, was die anderen machen. Es gibt nicht wirklich Zeit zum Eingewöhnen."