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DTM

Option-Reifen werden zum großen Fragezeichen - Scheider: Der perfekte Fall

Timo Scheider spricht nach seiner Pole Position in Hockenheim mit Motorsport-Magazin.com über seine Freude, die Rennstrategie und mögliche Option-Ideen.
von Robert Seiwert & Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - "Wenn man vor der Saison philosophiert und hofft, ist das der perfekte Fall", strahlte Timo Scheider im Interview mit Motorsport-Magazin.com nach seiner Pole Position in Hockenheim. "Einen besseren Einstand in die Saison hätte ich mir nicht wünschen können."

Wenn man vor der Saison philosophiert und hofft, ist das der perfekte Fall.
Timo Scheider

Gleichzeitig mahnte Scheider zu Realismus. Zwar sei die erste Pole der Saison eine Genugtuung nach dem schwierigen Jahr 2012 und eine Menge Last würde von seinen Schultern fallen, aber natürlich stünde das Rennen noch bevor. "Dennoch - diese Pole nimmt uns keiner mehr weg und morgen müssen wir einfach das Maximum herausholen."

Wie genau er sich das vorstellt, weiß Scheider allerdings selbst noch nicht. Sowohl das Setup als auch die Haltbarkeit der Optionsreifen und das DRS würden die gesamte DTM noch vor große Fragezeichen stellen. "Morgen wird es unfassbar schwierig", resümierte der zweifache DTM-Champion.

Timo Scheider ist froh, wieder in einem schwarzen Auto unterwegs zu sein - Foto: RACE-PRESS

Am Sonntag wird Scheider wie zwölf andere Piloten auf den Option-Reifen an den Start gehen und sah auch wenig Alternative. "Ich werde mit dem Reifen die Flucht nach vorne antreten", lachte der Deutsche, der aber nicht beantworten konnte, wie lange der weichere Reifen letztlich im Rennen halten werden wird. Die Testfahrten stimmten den Audi-Piloten aber durchaus positiv.

Vielleicht besteht sogar die Möglichkeit, die Reifen nach einer gewissen Zeit zu wechseln und am Ende nochmals zu montieren. Scheider gab zu, dass diese Variante zumindest im Strategiegespräch diskutiert wurde, ob sie am Sonntag zum Einsatz kommt, verriet der Deutsche aber natürlich nicht. Neben dem Speed des Pneu gäbe es bei dieser Überlegung noch andere Faktoren zu berücksichtigen. "Wenn der Reifen herunterkommt, muss das Reifenbild genau betrachtet und dann entschieden werden, ob das Risiko einer Beschädigung gegeben ist. Ansonsten kann das durchaus noch interessant werden", erklärte Scheider.


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