Nicht nur Max Verstappen 'kann Red Bull' beim 24h-Rennen Nürburgring (14.-17. Mai 2026), auch das Team Abt Sportsline kommt mit Flügeln zum Eifel-Klassiker! Der Traditionsrennstall aus Kempten führt zwei Lamborghini Huracan GT3 an den Start, einer davon im bekannten Design des Dosenherstellers. Das zweite Fahrzeug passt perfekt zur 'Grünen Hölle' und erstrahlt in einem satten Grün beim erstmaligen Nordschleifen-Auftritt des langjährigen Partners Schaeffler.
Abt Sportsline steht vor seinem 13. Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seit 1999, als die Äbte mit einem von Erdgas angetriebenen Audi A4 quattro debütierten. Auf den ersten Gesamtsieg wartet die Mannschaft aus dem Allgäu noch, ein zweiter Gesamtplatz 2009 mit einem GT3-Audi R8 war bislang das Höchste der Gefühle. Seit 2023 fährt Abt Sportsline mit Werksunterstützung von Lamborghini auf der Nordschleife.
24h Nürburgring: Fahrer-Überraschungen bei Abt-Lamborghini
Die Äbte sind bekanntlich immer für eine Überraschung gut, so auch dieses Jahr bei ihrer Fahrerwahl. Auf dem grünen #130 Lamborghini wechseln sich die beiden früheren Nürburgring-Gesamtsieger und Ex-BMW-Werksfahrer Nick Yelloly sowie Nick Catsburg mit Marco Mapelli am Steuer ab. Die Startnummer stimmt mit dem diesjährigen Firmengeburtstag des bekannten Tuners überein.
Während Mapelli als einziger Lambo-Werksfahrer auf der #130 vertreten ist, gibt es geballte Werks-Power aus Italien auf dem Schwesterauto mit der Startnummer #84 (Gründungsdatum von Red Bull): Lamborghini-Star Mirko Bortolotti teilt sich das Cockpit mit seinen Squadra-Corse-Kollegen Luca Engstler und Neuverpflichtung Patric Niederhauser aus der Schweiz.
Bortolotti hat die Äbte in der DTM zwar verlassen und kehrt zurück zu GRT, doch für die Nordschleife gibt der ehemalige DTM-Champion noch einmal sein Comeback am Steuer. Sein Teamkollege Engstler steht nach Informationen von Motorsport-Magazin.com im Tausch für Bortolotti vor seinem DTM-Debüt bei Abt Sportsline. Der Allgäuer fuhr schon 2025 für Abt auf der Nordschleife. Der Italiener Mapelli soll gerüchtehalber sein neuer Teamkollege in der deutschen Traditionsserie werden - hier startet das Team mit dem Huracan-Nachfolger namens Temerario GT3.
Abt-Fahrer beim 24h-Rennen Nürburgring 2026
| Auto | Fahrer |
|---|---|
| #84 Abt Lamborghini Huracan GT3 | Mirko Bortolotti, Luca Engstler, Patric Niederhauser |
| #130 Abt Lamborghini Huracan GT3 | Marco Mapelli, Nick Catsburg, Nick Yelloly |
Zwei Nürburgring-Gesamtsieger bei Abt Sportsline
Während diese DTM-Spekulationen seit Monaten durchs Fahrerlager geistern, hatte wohl kaum jemand mit diesem Fahrer-Coup am Nürburgring gerechnet: Mit dem Niederländer Catsburg haben die Äbte einen zweimaligen 24h-Gesamtsieger verpflichtet! Der 38-Jährige gewann 2020 auf einem Rowe-BMW - mit Yelloly an seiner Seite - sowie zuletzt im Jahr 2023 beim vielumjubelten Sieg des Frikadelli-Ferrari. Catsburg heuerte nach seiner BMW-Zeit (2011-2022) bei Corvette an und bestreitet Werkseinsätze in der WEC sowie IMSA. Er kehrt erstmals seit dem Frikadelli-Triumph zurück an den Nürburgring.
Sein alter und neuer Teamkollege Yelloly wechselte Ende 2024 von BMW zu Hondas US-Ableger Acura und startet seitdem in der Prototypen-Klasse der IMSA-Sportwagenmeisterschaft. Der 35-Jährige ging fünfmal für Rowe-BMW beim 24h-Rennen Nürburgring an den Start, zuletzt wie Catsburg im Jahr 2023.

Tomczyk: "Haben noch Rechnung offen mit dem Nürburgring"
"Wir freuen uns, dass wir erneut eine so schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen konnten", sagt Motorsportdirektor Martin Tomczyk, der nach seinem DTM-Abschied weiter das Nordschleifen-Projekt der Äbte verantwortet. "Die Kontinuität mit unseren Rückkehrern gibt uns Stärke und die Neuzugänge bringen frischen Schwung sowie zusätzliche Erfahrung mit. Alle wollen das Gleiche: Dieses Rennen gewinnen."
Abt Sportsline lag im vergangenen Jahr lange Zeit auf Podestkurs, bis ein Problem mit der Antriebswelle eine halbe Stunde vor Schluss den dritten Platz kostete. Schlussfahrer Mapelli überholte in der letzten Runde zwar noch einen HRT-Ford-Mustang, kassierte für den Kontakt aber eine nachträgliche Zeitstrafe und fiel auf P5 zurück. Der Schwester-Lambo mischte nach Mirko Bortolottis Rot-Eklat im Qualifying zwar für eine Weile im Spitzenfeld mit, wurde dann aber zum Opfer eines Getriebe-Defekts.

"Wir haben noch eine Rechnung offen mit dem Nürburgring", sagt der frühere BMW-Werksfahrer Tomczyk, der mit Yelloly und Catsburg schon zusammen Rennen fuhr. "Wir wollen dieses Rennen gewinnen, und mit dieser Mannschaft und diesen Fahrzeugen haben wir die besten Voraussetzungen dafür. Aber wir wissen, dass die Konkurrenz stark ist und die Nordschleife ihre eigenen Gesetze hat."
Zur Vorbereitung aufs 24h-Rennen Nürburgring nutzen die Äbte die NLS-Saisonläufe 1 (13.-14. März) sowie 2 (20.-21. März) sowie die 24h-Qualifiers (18.-19. April) auf der Nordschleife. Bei allen drei Rennen führt das Team wie im Vorjahr je einen seiner Lamborghini an den Start. Bei NLS2 gibt sich auch Formel-1-Star Max Verstappen die Ehre vor seinem 24h-Debüt.
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