Ob Max Verstappen das 24h-Rennen Nürburgring 2026 (14.-17. Mai) bei seinem Debüt gewinnen wird, steht noch in den Mercedes-Sternen. Sicher ist aber schon jetzt, dass die 54. Auflage des Eifel-Klassikers weltweit ein größeres Interesse hervorrufen wird als es je zuvor der Fall war. Das könnte sich auch in den Besucherzahlen niederschlagen - stellen die 24h Nürburgring dieses Jahr einen Rekord auf?

Schon vergangenes Jahr vermeldete der Veranstalter ADAC-Nordrhein Rekordzahlen: 280.000 Zuschauer strömten am verlängerten Wochenende im Juni an die Nordschleife. Jetzt wird es spannend sein, zu sehen, welchen Einfluss der Verstappen-Boom auf die Ticketverkäufe hat. Schließlich war es für die Motorsport begeisterten Niederländer niemals günstiger, ihren Nationalhelden bei einem wichtigen Autorennen sehen zu können.

24h Nürburgring: Spezielle Tickets für Verstappen-Fans aus Holland

Für den erwarteten Andrang aus dem Nachbarland hat man sich am Nürburgring sogar etwas Spezielles einfallen lassen: In Planung ist ein besonderes Ticketkontingent, dessen exklusive Angebote in Kürze offiziell vorgestellt werden. Um welche Möglichkeiten es sich dabei genau handelt, ist öffentlich noch nicht bekannt.

So oder so bieten die 24h Nürburgring eine im Vergleich zur Formel 1 äußerst günstige Gelegenheit, den vierfachen Weltmeister hautnah bei der Lenkradarbeit zu verfolgen. Tickets für das lange Christi-Himmelfahrt-Wochenende von Donnerstag bis Sonntag gibt es ab 74 Euro. Eine Eintrittskarte für das Rennen rund um die Uhr von Samstag auf Sonntag kostet 62 Euro und Tagestickets können Fans bereits ab 35 Euro erwerben.

Max Verstappens Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer 3
So inszenierte Red Bull den Nürburgring-Start von Max Verstappen, Foto: Mihai Stetcu / Red Bull Content Pool

Sorgt die Verstappen-Mania für einen neuen Zuschauerrekord?

Knackt die Verstappen-Mania tatsächlich den Besucherrekord am Ring, wenngleich das Rennen diesmal im Mai bei etwas kühleren Bedingungen über die Bühne gehen dürfte als letztes Jahr im Juni? Nach unseren Informationen gibt es jedenfalls keine Obergrenze bei den verfügbaren Tickets - rund um die 20 Kilometer lange Nordschleife steht sowieso ausreichend Platz zur Verfügung.

Vorstellbar wäre eher eine zwischenzeitliche Schließung des ansonsten offenen Fahrerlagers aus Sicherheitsgründen, wenn der Andrang rund um die Box von Verstappens Winward-Mercedes-Team komplett ausarten sollte. Es dürfte zwar verständlicherweise sowieso schwierig bis unmöglich werden, in die direkte Nähe des Niederländers zu gelangen - einen entfernten Blick auf den Superstar werden aber sicherlich viele Fans erhaschen wollen. In der Formel 1 ist das Fahrerlager für die Öffentlichkeit schließlich komplette geschlossen.

24h-Rennleiter: Es gab keine Sonderbehandlung für Verstappen

Am Nürburgring freut man sich trotz des erhöhten Aufwandes schon auf den Start des 28-Jährigen, der zur Vorbereitung das verlegte NLS2-Rennen am 21. März bestreiten wird. "Wir freuen uns, dass Max Verstappen bei den 24h Nürburgring antritt", sagt 24h-Rennleiter Walter Hornung. "Er ist - wie wohl alle Starter quer durch die verschiedenen Fahrzeugklassen - der Faszination dieser besonderen Rennstrecke verfallen."

Dass Verstappen sein Debüt beim Eifel-Klassiker ernst nehme und professionell angehe, zeige schon seine Vorbereitung. Er hatte einen Start in der NLS zur Bedingung gemacht, um sich mit dem Mercedes-AMG GT3 vertraut zu machen. Hornung weiter: "Er hat ohne Sonderbehandlung den normalen Qualifikationsprozess durchlaufen, sich mit Einsätzen auf der Nordschleife vorbereitet, das obligatorische E-Learning absolviert und sich mit unzähligen SimRacing-Runden intensiv mit der Strecke beschäftigt."

"Wir als Organisatoren sind genauso gespannt wie unzählige Fans rund um den Globus, wie gut ihm der Umstieg vom Formel-1-Boliden in die in diesem Jahr besonders heiß umkämpfte GT3-Klasse auf der härtesten Rennstrecke der Welt gelingen wird. Die Nordschleife ist die ultimative Herausforderung des Motorsports - Max nimmt sie an!"

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