Debüt zum Abschied: Laurin Heinrich startet beim WEC-Saisonfinale in Bahrain (08. November 2025) zum ersten Mal in einem Porsche-Hypercar. Der 24-Jährige ergänzt im #5 Porsche 963 den etatmäßigen Stammfahrer Julien Andlauer sowie den frischgebackenen IMSA-Champion Mathieu Jaminet, der schon zuletzt in Fuji anstelle von Michael Christensen fuhr. Im Schwesterauto mit der Startnummer #6 wechseln sich ein letztes Mal die amtierenden Weltmeister Kevin Estre und Laurens Vanthoor mit dem Australier Matt Campbell ab.
Das 8-Stunden-Rennen in Bahrain bildet gleichzeitig den letzten Werksauftritt von Porsche in der Langstrecken-WM: Die Zuffenhausener haben bekanntermaßen ihren Rückzug zum Saisonende angekündigt. In der IMSA-Meisterschaft engagiert sich Porsche aber weiterhin mit dem 963-Prototypen.
WEC: Porsches letzter Angriff auf den WM-Titel
Estre und Vanthoor haben in Bahrain noch die Chance, Ferrari in der Fahrer-Wertung abzufangen und den WM-Titel zu verteidigen. Ebenso kann sich der deutsche Sportwagenbauer Hoffnungen auf den Gewinn der Hersteller-Meisterschaft machen. Heinrich verfügt über keinerlei Renn-Erfahrung mit dem 963, konnte sich aber bei einem Test in Road Atlanta erstmals mit dem LMDh-Prototypen vertraut machen.
"Ich kann nicht ausdrücken, wie dankbar und gespannt ich auf diese Gelegenheit bin", bedankte sich Heinrich bei den Porsche-Bossen. "Es wird mein erstes Rennen in der WEC, mein erstes in einem Prototypen und mein erstes Mal in Bahrain. Deshalb ein großes Dankeschön an Porsche für das in mich gesetzte Vertrauen. Eine ganz schöne Reise, nachdem ich vor drei Jahren noch Porsche-Junior war."
Heinrich hat in den letzten Jahren für einige Furore mit Porsche-Rennwagen gesorgt: 2022 gewann er den Porsche Carrera Cup Deutschland, 2023 errang er zwei Podestplätze bei seinem DTM-Debüt mit dem Team von Timo Bernhard und 2024 holte er die GTD-Pro-Meisterschaft in der IMSA. Die Titelverteidigung mit dem von US-Fans geliebten 'Rexy-Porsche' des Teams AO Racing gelang Heinrich in seinem zweiten US-Jahr allerdings nicht.
Nach dem WEC-Aus: Wer fährt Porsche in der IMSA?
Weitere WEC-Einsätze sind für Heinrich aufgrund des bevorstehenden Porsche-Ausstieges zwar nicht in Sicht, dafür aber in der IMSA. Hier haben die Zuffenhausener erst vor Kurzem alle Titel in der Topklasse GTP - das US-Pendant zur Hypercar-Klasse der WEC - erfolgreich verteidigt. 2026 geht es mit zwei 963-Prototypen im Kampf gegen BMW, Acura, Cadillac und Co. weiter. Mit Heinrich als Stammfahrer, nachdem er sich inzwischen mit den amerikanischen Strecken vertraut gemacht hat?
Klar ist: Porsche wird sein Prototypen-Fahrerprogramm in Folge des WEC-Ausstieges verkleinern und die verbliebenen Plätze neu verteilen. Wie es für Weltklasse-Piloten a la Estre, Vanthoor und Co. weitergeht, ist noch nicht bekannt. Porsche wird sein nächstjähriges Aufgebot voraussichtlich im Rahmen der traditionellen Night of Champions in Weissach am 29. November bekanntgeben.



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