Der fulminante Doppelsieg von Cadillac beim letzten WEC-Rennen in Sao Paulo hat arge Konsequenzen: Der US-Autobauer wird zum kommenden Lauf in Austin (05.-07. September 2025) - dem Caddy-Heimspiel - massiv durch die Balance of Performance eingebremst. Der zweite große BoP-Verlierer ist Porsche, während Ferrari und Toyota größtenteils unverändert im Vergleich zum vergangenen Rennen in Brasilien fahren.
Bei den beiden Cadillac V-Series.R haben die BoP-Verantwortlichen keine Gefangenen gemacht: Die LMDh-Boliden müssen satte 19 Kilogramm Zusatzgewicht einladen und sind in Austin mit 1.059 Kilo an Bord unterwegs. Ebenso ist die Leistung des V8-Saugmotors beschnitten worden: Jenson Button und Co. fahren vor heimischer Kulisse mit 5 kW (6,7 PS) weniger Power, ergo 694 PS.
WEC-BoP für Austin: Cadillac und Porsche als größte Verlierer
Ähnlich deftig hat es Porsche erwischt, zuletzt in Sao Paulo eindeutig die zweite Kraft hinter Cadillac und mit dem zweiten Podestplatz der Saison belohnt. Die drei Porsche 963 vom Werksteam Penske und dem Kundenrennstall Proton müssen zusätzliche 12 Kilogramm einladen (jetzt 1.065 kg) und erhalten eine Leistungsbeschränkung um 17,6 PS unterhalb der 250-km/h-Marke.
Mit 663 PS verfügen die Porsche nach Ferrari (652 PS) und Toyota (658 PS) über die drittgeringste Motorleistung. Immerhin: Porsche (+2,5 Prozent) und Cadillac (+0,9 Prozent) erhalten oberhalb der 250 km/h etwas mehr Leistung für die Topspeed-Passagen auf dem Circuit of the Americas.
Ferrari und Toyota größtenteils unverändert
Ferrari, das die ersten vier Saisonrennen inklusive der 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat, und LMH-Mitstreiter Toyota wissen zumindest, worauf sie sich in Austin einstellen können: Beide Marken bleiben mit 1.069 Kilogramm die schwersten Autos im Feld. Die Ferrari erhalten eine leichte Reduzierung (-0,8 Prozent) oberhalb der 250 km/h, während Toyota 1,3 PS Leistung unterhalb der 250 km/h einbüßt und 0,2 Prozent mehr Power oberhalb der 250 Sachen bekommt. In Sao Paulo fuhren sowohl Ferrari als auch Toyota chancenlos hinterher.
Die Alpine-Mannschaft um Mick Schumacher büßt seit Le Mans weiter konsequent an Leistung ein und konnte bisher nicht an die beiden Podesterfolge früh in der Saison anknüpfen. Die A424 erhalten 1 Kilogramm Zusatzgewicht (jetzt 1.052 kg) und 8,1 PS weniger Leistung unterhalb der 250-km/h-Grenze. Beim Topspeed gibt es immerhin einen Prozentpunkt obendrauf. BMW darf zwar 2 Kilo ausladen (jetzt 1.056 kg), verliert dafür aber 10,8 PS Motorleistung bis 250 km/h (+1,4 Prozent oberhalb 250 km/h).
Die am besten eingestuften Autos haben weiterhin Peugeot und Neueinsteiger Aston Martin: Mit 1.030 Kilo Mindestgewicht und 707 PS maximaler Systemleistung bewegen sich beide Hypercars wie zuletzt in Sao Paulo am BoP-Maximum. Peugeot war in Brasilien die vierte Kraft und fuhr mit den Plätzen sechs und sieben das beste Ergebnis der bisherigen Saison ein.



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